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"Rente mit 63 ist grundfalsch": Scharfe Kritik vom DIHK-Boss

Scharfe Kritik  

"Die Rente mit 63 ist grundfalsch"

19.05.2014, 09:51 Uhr | AFP, dpa-AFX

"Rente mit 63 ist grundfalsch": Scharfe Kritik vom DIHK-Boss. Die Rente mit 63 ist weiterhin umstritten (Quelle: dpa)

Die Wählermacht der Älteren wird weiter steigen (Quelle: dpa)

Das Rentenpaket der Großen Koalition zieht weiter Kritik auf sich. "Die Rente mit 63 ist grundfalsch", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Sie schaffe "für besonders geburtenstarke Jahrgänge den falschen Anreiz, sich frühzeitig aus dem Erwerbsleben zurückzuziehen".

"Die breite Berücksichtigung von Zeiten der Arbeitslosigkeit ist absurd, denn die Rente mit 63 soll doch diejenigen begünstigen, die besonders lange gearbeitet haben", sagte Schweitzer weiter. Es dürfe "nicht dazu kommen, dass jemand mit 61 Jahren den Arbeitsmarkt verlässt, um nach zwei Jahren der Arbeitslosigkeit in eine abschlagsfreie Rente zu gehen".

Das geplante Rentenpaket enthält die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren und die Zahlung einer Mütterrente auch für vor dem Jahr 1992 geborene Kinder. Außerdem sollen die Erwerbsminderungsrente aufgestockt und das Reha-Budget angehoben werden. In der Koalition gibt es zwischen den Parteien Streit um mehrere Vorhaben des Pakets.

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Rentenpaket weiterhin umstritten

Zuletzt hatte der Vizevorsitzende der CDU-Arbeitnehmerschaft (CDA) die Kritik des Wirtschaftsflügels am Rentenpaket der Koalition scharf zurückgewiesen. CDA-Vize Christian Bäumler sprach im "Handelsblatt" von einer Neidkampagne und erinnerte daran, dass der Koalitionsvertrag die Berücksichtigung von Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der Rente mit 63 vorsehe.

"Die abschlagsfreie Rente mit 45 Beitragsjahren wird von 80 Prozent der Bevölkerung und einer Mehrheit der CDU-Basis unterstützt", sagte er. "Wer jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt hat, muss ohne Abschläge in Rente gehen können."

Teure Wohltaten

Vor der geplanten Verabschiedung an diesem Freitag im Bundestag warb die Unionsführung nachdrücklich für das schwarz-rote Rentenpaket. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich überzeugt, dass trotz vieler ablehnender Stimmen in der Unionsfraktion das Paket verabschiedet werden kann. "Das scheitert nicht. Es kommt fristgerecht zustande", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das Rentenpaket kostet pro Jahr zwischen neun und elf Milliarden Euro und wird aus der Rentenkasse finanziert. Die Rücklagen der Kasse werden dabei über die nächsten Jahre allmählich aufgezehrt, wie der "Spiegel" vor einiger Zeit vorrechnete. Demnach beträgt die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage derzeit noch 32,6 Milliarden Euro. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 sinkt sie bereits auf 20,2 Milliarden. Für 2021 wird mit einem Rekord-Tiefstand von 4,7 Milliarden Euro gerechnet.

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