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Altersarmut: OECD befürchtet großes Problem für Deutschland

OECD warnt  

Altersarmut wird großes Problem für Deutschland

23.05.2014, 10:17 Uhr | t-online.de, rtr

Altersarmut: OECD befürchtet großes Problem für Deutschland. Nach Ansicht der OECD wird das Ausmaß der Altersarmut hierzulande immer dramatischer (Quelle: dpa)

Nach Ansicht der OECD wird das Ausmaß der Altersarmut hierzulande immer dramatischer (Quelle: dpa)

Die OECD warnt Deutschland vor einer Zunahme der Altersarmut. "Der wachsende Niedriglohnsektor macht uns Sorgen", sagte Jose Angel Gurría, der Generalsekretär der Industrieländer-Organisation, in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt".

"Wir befürchten, dass Deutschland deshalb in den kommenden Jahren ein erhebliches Problem mit der Altersarmut bekommen wird", so Gurría weiter. Ein immer größerer Teil der Arbeitnehmer dürfte langfristig von der Wirtschaftsentwicklung, die in Deutschland besser als in vielen anderen Industrieländern sei, abgehängt werden.

Enorme Probleme trotz Wachstums

Zwar bescheinigt der Generalsekretär Deutschland in seiner wirtschaftlichen Entwicklung aktuell eine Erfolgsgeschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern sei die Wirtschaftsleistung höher als vor der Finanzkrise, und auch bei der Finanzlage des Staates und der Arbeitslosigkeit stehe Deutschland relativ solide da. Dennoch gebe es Probleme.

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Gurría hatte die Bundesregierung bereits vor kurzem aufgefordert dem Armutsrisiko zu begegnen. Unter anderem hatte er ein gerechteres Steuersystem vorgeschlagen, um Geringverdiener zu entlasten.

"Das Haus stand in Flammen"

Zudem warnte Gurría davor, dass die Ungleichheit weltweit seit Jahrzehnten zunehme. Dies drohe ganze Gesellschaften aus der Balance zu werfen.
 
"Auf dem Höhepunkt der Krise konnten wir es uns nicht leisten, die wachsende Ungleichheit zu kritisieren", sagte Gurría. "Damals stand das Haus in Flammen, es gab drängendere Probleme." Daher habe die OECD auf diese Entwicklung nicht reagieren können.

"Müssen uns um die Opfer kümmern"

"Nun, da wir das Feuer ausgetreten oder zumindest unter Kontrolle gebracht haben, müssen wir uns um die Opfer kümmern", sagte der OECD-Generalsekretär. Das seien in der Regel die Ärmsten der Gesellschaft, in vielen Volkswirtschaften vor allem junge Männer mit schlechter Ausbildung.

Wie Gurría betonte, habe die OECD bereits vor zehn Jahren damit begonnen, die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit weltweit zu dokumentieren. Für 2015 plant die Organisation dem Generalsekretär zufolge ihre erste große Studie, bei der den Ursachen von Ungleichheit auf den Grund gegangen werden soll.

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