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Rente mit 63 ohne Abschlag: Schon 50.000 Anträge eingereicht

Früher in den Ruhestand  

Bereits 50.000 Anträge für die abschlagsfreie Rente mit 63

08.07.2014, 16:36 Uhr | AFP, dpa

Rente mit 63 ohne Abschlag: Schon 50.000 Anträge eingereicht. Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren ist seit dem 1. Juli möglich (Quelle: imago/caro)

Die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren ist seit dem 1. Juli möglich (Quelle: imago/caro)

Die abschlagsfreie Rente mit 63 für langjährig Versicherte stößt bei den Beschäftigten auf großes Interesse. Nach Inkrafttreten des Rentenpakets im Juli liegen bereits rund 50.000 Anträge vor. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) in Berlin mit. Vor Monatsfrist lag die Zahl der Anträge noch bei 6000.

Die DRV-Experten wiesen darauf hin, dass die bislang vorliegenden Anträge noch keinen verlässlichen Hinweis auf eine mögliche Frühverrentungswelle gestatten. Die Bundesregierung selber rechnet im Einführungsjahr der abschlagfreien Rente ab 63 mit etwa 240.000 "Vorziehern". Dazu zählen aber auch jene Beschäftigte, die die Voraussetzungen für eine abschlagfreie Rente ab 63 nicht erfüllen, dennoch in Ruhestand gehen wollen und dafür Abschläge in Kauf nehmen.

Langjährig Versicherte profitieren vom Rentenpaket

Von der Neuregelung profitiert, wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Zunächst gibt es die abschlagsfreie Rente ab 63, bis 2029 wird das Eintrittsalter aber für jeden neuen Rentnerjahrgang schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Das Modell kostet zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr.

Rentenfachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Anspruchsberechtigten in diesem Jahr bei 240.000 liegt, wobei von diesen eine große Zahl auch mit Abschlägen in den vorgezogenen Ruhestand gegangen wäre.

Herber Schlag für Unternehmen

Die deutsche Wirtschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sagte jüngst der "Bild": "Viele Beschäftigte prüfen derzeit, ob sie mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen können. Ich habe die große Sorge, dass letztlich viele Erwerbstätige früher ausscheiden." Das sei ein herber Schlag für die betroffenen Unternehmen, denen letztlich Fachkräfteengpässe drohten.

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