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Private Altersvorsorge: Viele Deutsche können sich das Sparen nicht mehr leisten

Private Altersvorsorge  

Viele Deutsche können sich das Sparen nicht mehr leisten

23.10.2014, 09:23 Uhr | Stefan Kaiser, Spiegel Online

Private Altersvorsorge: Viele Deutsche können sich das Sparen nicht mehr leisten. Viele Bürger in Deutschland haben zu wenig Geld für eine private Altersvorsorge (Quelle: dpa)

Viele Bürger in Deutschland haben zu wenig Geld für eine private Altersvorsorge (Quelle: dpa)

Die Deutschen sorgen immer weniger fürs Alter vor. Laut einer Studie kümmert sich jeder Dritte nicht um seine finanzielle Zukunft. Viele können es sich einfach nicht leisten, Geld langfristig zurückzulegen.

Private Altersvorsorge wird für viele Menschen in Deutschland zunehmend zum Luxus. Das geht aus dem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervor, das an diesem Donnerstag veröffentlicht werden soll und "Spiegel Online" in Auszügen vorliegt. Demnach gaben 30 Prozent der Befragten an, finanziell nicht für die Zukunft vorzusorgen - deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Etwa jeder Sechste kann sich Vorsorge nicht leisten

Besonders alarmierend scheint, dass 16 Prozent sich eine Vorsorge nach eigenem Bekunden nicht leisten können. Auch dieser Wert ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Ein finanzielles Polster zur Absicherung werde zwar allgemein als wichtig erkannt, sagte Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon "Spiegel Online". "Gleichzeitig steigt aber die Zahl der Menschen, die angeben, es finanziell nicht stemmen zu können, Geld zurückzulegen."

Wie die Umfrage zeigt, sind es vor allem Menschen mit geringem Einkommen, die nicht vorsorgen. Unter denen, die monatlich weniger als 1000 Euro zur Verfügung haben, liegt der Anteil der Nichtsparer bei mehr als 50 Prozent. Sparkassenpräsident Fahrenschon fordert daher auch politisch ein Umdenken: "Gerade im Blick auf mittlere und einkommensschwache Haushalte muss die Bedeutung des Sparens zum Vermögensaufbau wieder besonders betont werden."

Beunruhigendes Desinteresse bei Jüngeren

Auch unter den Jungen ist die Sparneigung laut der Umfrage äußerst gering ausgeprägt. Bei den 14- bis 29-Jährigen gab nur jeder zweite an, Maßnahmen zur Absicherung der finanziellen Zukunft ergriffen zu haben oder ergreifen zu wollen. Im vergangenen Jahr war es nur jeder Vierte. "Die Zahlen signalisieren ein beunruhigend großes Desinteresse der jungen Generation an den Themen Altersvorsorge und langfristiges Sparen", sagte Fahrenschon.

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Das Vermögensbarometer 2014 ist eine repräsentative Umfrage, die das Institut icon im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes durchgeführt hat. Dabei wurden im August 2000 Personen aller Altersgruppen ab 14 Jahren im gesamten Bundesgebiet zu ihrem Finanzstatus befragt.

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