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Altersarmut: Immer mehr Rentner haben weniger als 900 Euro im Monat

Armutsgrenze  

Immer mehr Rentner mit weniger als 900 Euro

19.11.2014, 14:32 Uhr | t-online.de, dpa

Altersarmut: Immer mehr Rentner haben weniger als 900 Euro im Monat. In Deutschland sind immer mehr Rentner von Armut bedroht (Quelle: dpa)

In Deutschland sind immer mehr Rentner von Armut bedroht (Quelle: dpa)

Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht. Der Anteil armutsgefährdeter Rentner ist im Osten etwas niedriger als im Westen, wo er sogar leicht über dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, waren 2013 in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) 12,5 Prozent der Menschen ab 65 Jahren von Armut bedroht. In den alten Bundesländern betrug diese Quote 14,8 Prozent.

Im Vergleich zu 2011 ist der Anteil sowohl in West als auch in Ost um 1,1 Prozentpunkte gestiegen.

Armutsrisiko nimmt zu

Im früheren Bundesgebiet nimmt das Armutsrisiko der Rentner seit 2006 (11,0 Prozent) Jahr für Jahr zu. In den neuen Bundesländern gilt dies - mit einer Ausnahme - ebenfalls. Die Quote lag dort 2006 noch bei 8,3 Prozent. Die Armutsgefährdung beginnt in Deutschland etwa für einen Alleinlebenden, wenn sein Monatseinkommen unter 892 Euro liegt.

Und die Situation wird sich weiterhin verschärfen. Um ihren Lebensstandard zu sichern, fehlen den Ruheständlern demnach im Durchschnitt 350 Euro pro Monat netto mehr als bisher geschätzt.

Der Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften zufolge gilt als Faustregel, dass Ruheständler etwa 80 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens benötigen, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Nach Angaben der Bochumer Forscher ersetzte die gesetzliche Rente im Idealfall zuletzt aber nur knapp 60 Prozent. In der Realität sei die Situation aufgrund brüchiger Erwerbsbiografien, Teilzeitphasen und Auszeiten oft noch viel dramatischer.

Zusätzliche Vorsorge notwendig

Weil die Rentenbezüge vom Staat für viele Bürger nicht ausreichen werden, raten Experten unbedingt, zusätzlich privat fürs Alter vorzusorgen.

Um den Extra-Bedarf zu ermitteln, können Beschäftigte etwa den Rentenlücken-Rechner des deutschen Fondsverbands BVI nutzen. Der Rechner zeigt die zukünftige Höhe der gesetzlichen Rente in heutiger Kaufkraft sowie das Niveau in Prozent des letzten Nettolohns an. Bei einer Rentenhöhe von beispielsweise 60 Prozent sind etwa noch 20 Prozentpunkte aufzustocken, der Rechner gibt auch die Höhe des Betrags an.

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