Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Riester-Rente >

Grüne halten Riester-Rente für gescheitert

Drei Milliarden Kosten  

Grüne halten Riester-Rente für gescheitert

22.12.2014, 14:41 Uhr | AFP , t-online.de

Grüne halten Riester-Rente für gescheitert. Die Grünen kritisieren die Bundesregierung für ihren Umgang mit den Riester-Versicherungen (Quelle: imago/Blickwinkel)

Die Grünen kritisieren die Bundesregierung für ihren Umgang mit den Riester-Versicherungen (Quelle: imago/Blickwinkel)

Die Grünen werfen der Bundesregierung Realitätsverweigerung bei der Riester-Rente vor und halten das System der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge für gescheitert. Obwohl der Staat für Zulagen und Steuervorteile jährlich gut drei Milliarden Euro ausgebe, seien Rendite und Kosten der Versicherungen unklar, kritisierte der Grünen-Rentenexperte Markus Kurth.

Er berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. "Die Grundidee von Riester, das sinkende Rentenniveau flächendeckend durch die private Altersvorsorge auszugleichen, funktioniert nicht", sagte Kurth. Er verwies auf die Auskunft der Regierung, wonach etwa 34,4 Millionen Förderberechtigten nur rund 16 Millionen Riester-Verträge gegenüberstünden. Knapp ein Fünftel dieser Verträge sei zudem ruhend gestellt, und nur 6,4 Millionen Riester-Sparer nähmen die volle Förderung in Anspruch.

Unrealistische Durchschnittsrendite

Kurth nannte es außerdem widersprüchlich, dass das Finanzministerium zum einen mitteile, längerfristige Prognosen zur Rendite von Riester-Versicherungen seien nicht möglich, zugleich aber annehme, dass die Riester-Rente langfristig ein Versorgungsniveau zwischen 50 und 51 Prozent sicherstellen könne.

Unterstellt werde dabei eine Durchschnittsrendite von vier Prozent, was völlig unrealistisch sei. Gleiches gelte für die angenommenen Verwaltungskosten von zehn Prozent.

Die Riester-Rente könne "ihr Versprechen, die Rentenlücke zu schließen, für die meisten nicht einlösen", folgerte der Grünen-Politiker daraus. Das gelte vor allem für Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen, da Riester-Verträge überproportional von Gutverdienern abgeschlossen würden. Bei ihnen gebe es einen Zuwachs, während der Riester-Bestand bei Gering- und Durchschnittsverdienern schrumpfe, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Bezug auf die gleiche Antwort der Bundesregierung.

Da die Riester-Rente ab Fälligkeit lebenslang bezahlt wird, erzielen vor allem diejenigen eine "Rendite", die sehr alt werden - 90 Jahre und mehr. Die Versicherer müssen hier vorsichtig kalkulieren und dürfen die Lebenserwartung nicht zu niedrig ansetzen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal