Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Rentenbesteurung >

Rente mit 63: Union will Korrekturen wegen hoher Nachfrage

Ungebremste Nachfrage  

Union will Korrekturen bei Rente mit 63

09.03.2015, 17:28 Uhr | AFP, dpa-AFX

Rente mit 63: Union will Korrekturen wegen hoher Nachfrage. 255.000 Menschen haben bisher die abschlagsfreie Rente mit 63 beantragt. (Quelle: imago/Blickwinkel)

255.000 Menschen haben bisher die abschlagsfreie Rente mit 63 beantragt. (Quelle: imago/Blickwinkel)

Wegen der regen Nachfrage nach der Rente mit 63 hat der Wirtschaftsflügel von CDU und CSU gesetzliche Korrekturen gefordert, stößt bei der SPD damit aber auf Ablehnung. Bezugszeiten von Arbeitslosengeld dürften nicht mehr auf die Beitragsjahre angerechnet werden, sagte der Chef des Unions-Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten (CDU). Es gebe nicht mehr Nachfrage als vermutet, entgegnete ein Sprecher von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

"Das Gesetz zur Rente mit 63 muss geändert und nachgebessert werden", so von Stetten in der "Rheinischen Post". Es sei zwar in Ordnung, wenn Menschen nach 45 Beitragsjahren mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen könnten. Wenn aber weiterhin so viele Ältere die Rente mit 63 beantragten, "müssen wir spätestens in vier Jahren den Rentenbeitrag anheben", warnte der CDU-Mittelstandspolitiker.

Auch der CSU-Mittelstandsexperte Hans Michelbach sagte der Zeitung, die Nachfrage nach der Rente mit 63 sei viel höher als erwartet. "Wir müssen überprüfen, welche Wirkungen die Rente mit 63 auf die Rentenkasse, die Beitragszahler und die Unternehmen hat, die gerade Fachkräfte in großer Zahl verlieren."

Rente mit 63 steht im Koalitionsvertrag

Unionsfraktionsvize Michael Fuchs betonte, die Union halte sich an den Koalitionsvertrag und darin enthalten sei auch die Rente mit 63. "Aber die Politik darf auch nicht statisch sein: Wenn die Antragszahlen deutlich über den Erwartungen liegen, müssen wir die Rente mit 63 spätestens in einem Jahr überprüfen", sagte Fuchs.

Seit dem 1. Juli 2014 können Versicherte, die 45 Beitragsjahre nachweisen können, bereits im Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Das Eintrittsalter wird aber jährlich angehoben. 2029 wird es wieder bei 65 liegen.

Angerechnet werden auch Zeiten, in denen das reguläre Arbeitslosengeld bezogen wurde. Seit Mitte 2014 haben 255.000 Menschen die Rente mit 63 beantragt, allein im Februar waren es 23.000.

Arbeitsministerin bezweifelt überhöhte Antragszahlen

Der Sprecher von Arbeitsministerin Nahles verwies aber darauf, dass es bis Ende des Jahres 2014 nur 206.000 Anträge gewesen seien. Dabei sei nach der Einbeziehung der freiwillig Versicherten wie etwa der Handwerker mit 240.000 Anträgen für 2014 gerechnet worden. "Die Zahlen bleiben hinter den am oberen Rand erwarteten deutlich zurück", sagte der Ministeriumssprecher. Insofern sei die Kritik aus der Union nicht nachvollziehbar.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagte, das Rentenkonzept der Koalition sei eindeutig. "Für uns gibt es keinen Anlass, über diese Frage zu diskutieren."

Die Grünen verwiesen darauf, dass die aus dem Rentenpaket der Großen Koalition resultierenden Belastungen für die Rentenkasse vorhersehbar gewesen seien. Es sei allerdings die von der Union durchgesetzte Mütterrente, die "die bei weitem größte finanzielle Belastung für die Rentenversicherung darstellt", erklärte der Grünen-Rentenexperte Markus Kurth. Es sei verantwortungslos, dass sich Teile der Union der Debatte über eine Steuerfinanzierung der Mütterrente verweigerten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Magenta SmartHome Bonus: bis zu 4 Geräte für nur 1,- €*
zur Telekom
Anzeige
Wenn Polsterträume wahr wer- den: Sofaecke ab 399,99 €
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal