Sie sind hier: Home > Finanzen > Altersvorsorge > Rentenbesteurung >

Vertrauen in Rente sinkt - Pessimismus berechtigt

Umfrage  

Das Vertrauen in die Rente sinkt

21.03.2016, 14:25 Uhr | AFP, dpa

Vertrauen in Rente sinkt - Pessimismus berechtigt. Aktuelle Rentner und Menschen, die es einmal sein werden: Vor allem für letztere sind die Aussichten unsicher. (Quelle: dpa)

Aktuelle Rentner und Menschen, die es einmal sein werden: Vor allem für letztere sind die Aussichten unsicher. (Quelle: dpa)

Das Vertrauen der Deutschen in die gesetzliche Rente sinkt: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest geht inzwischen nur etwa ein Drittel der Bevölkerung davon aus, davon dereinst gut leben zu können. Besonders starke Zweifel haben demnach junge Leute.

Nur 22 Prozent der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren äußerten die Erwartung, von der gesetzlichen Rente gut leben zu können. Dem stehen fast drei Viertel der Jüngeren gegenüber, die nicht davon ausgehen, dass ihre Rente einmal reichen wird.

Für die Erhebung, die der "Frankfurter Rundschau" vorliegt, befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag der IG Metall Mitte Februar 1046 Wahlberechtigte.

IG Metall für höhere Beiträge

Die Skepsis gilt danach nicht allein den eigenen Altersbezügen, sondern der Rentenversicherung insgesamt. Nur gut ein Drittel der 18- bis 34-Jährigen bekundete großes oder sehr großes Vertrauen ins Rentensystem, während 60 Prozent wenig oder kein Vertrauen zeigten.

IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban forderte im Licht der Umfrageergebnisse Leistungsverbesserungen. Drei Viertel der Befragten würden höheren Beiträgen zustimmen, sofern damit der Lebensstandard im Alter annähernd gehalten werden kann.

"Die Botschaft der Jungen lautet: Wir sind bereit, den dafür notwendigen Beitrag zu leisten, wenn wir im Gegenzug wieder auf eine gute Rente vertrauen können", sagte Urban. Auch Selbstständige und Beamte sollten rein in die gesetzliche Rentenversicherung. In der Umfrage hatten 79 Prozent der Befragten eine solche Rentenversicherung für alle befürwortet.

Prognose: Pessimismus berechtigt

Nach Ansicht von IG-Metall-Vorstand Urban ist die pessimistischere Sicht der Jüngeren durchaus berechtigt. Nach dem derzeitigen Zwischenhoch mit kräftigen Rentensteigerungen werde das Niveau ab 2021 wieder deutlich sinken, sagte er. Das treffe vor allem die junge Generation. Diese werde zudem wegen einer längeren Ausbildung und wechselnder Erwerbsformen "deutlich kürzere Versicherungszeiten" haben und damit auch eine niedrigere Rente erreichen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal