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Pläne von Schäuble für Rente missfallen Andrea Nahles

Gegenwind für Schäubles Rentenpläne  

Späterer Rentenbeginn gefällt Nahles gar nicht

21.04.2016, 17:59 Uhr | dpa, rtr

Pläne von Schäuble für Rente missfallen Andrea Nahles. Andrea Nahles hat ihre eigenen Rentenpläne. (Quelle: dpa)

Andrea Nahles hat ihre eigenen Rentenpläne. (Quelle: dpa)

Die Forderung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach einem späteren Rentenbeginn gefällt der Bundesarbeitsministerin gar nicht. Andrea Nahles lehnte den Vorschlag ihres Kabinetts-Kollegen prompt ab.

"Das ist kein abgestimmter Vorschlag der Bundesregierung", sagte eine Sprecherin ihres Ministeriums. "Das steht nicht zur Debatte." Auch beim dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stieß Schäubles Idee auf Kritik.

"Billiges Ablenkungsmanöver"

Nicht jeder habe bis ins hohe Alter eine robuste Gesundheit, sagte die SPD-Fraktionsvizechefin Carola Reimann. "Deshalb ist mehr realistisches Augenmaß gefordert." Schäuble müsse zu einer "pragmatischen Sachpolitik zurückkehren".

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"Jetzt eine Debatte über ein höheres Rentenalter loszutreten, ist ein billiges Ablenkungsmanöver des Bundesfinanzministers", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. "Damit ist die Rente nicht zukunftsfähig zu machen, sondern die Leistungen werden noch weiter verschlechtert."

Unterstützung aus der Jungen Union

Die Junge Union forderte, das Rentenalter ab 2030 schrittweise von 67 auf 70 Jahre anzuheben. "Um das Rentenniveau künftig nicht so weit absenken zu müssen, dass immer weniger Menschen davon leben können, sollten wir das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppeln", sagte JU-Chef Paul Ziemiak der "Rheinischen Post". Ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren soll demnach erst im Jahr 2100 erreicht sein.

Unterstützung bekam Schäuble auch vom deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU): "Wir haben einen Fachkräftemangel und müssen in den nächsten Jahren über die Rente mit 70 sprechen", sagte Oettinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Verwunderung bei Kauder

Die Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD haben sich dagegen skeptisch zu den Vorschlägen geäußert. Er finde es "ein bisschen eigenartig", dass ausgerechnet in einer Zeit der größten Rentenerhöhung seit Jahren solche Debatten angestoßen würden, sagte CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach sich gegen eine von der Jungen Union und Schäuble ins Gespräch gebrachte Verlängerung des Renteneintrittsalters aus. "Ich halte nichts von einer gesetzlichen Verschiebung der Altersgrenze", sagte der SPD-Politiker.

Nahles kündigt umfassendes Konzept an

Schäuble hatte sich angesichts der Alterung der Gesellschaft für einen späteren Rentenbeginn in Deutschland ausgesprochen. Er glaube, es sei relativ sinnvoll, die Lebensarbeitszeit und die Lebenserwartung in einen fast automatischen Zusammenhang auch in der Rentenformel zu bringen.

Nahles will ein umfassendes Konzept zur Zukunft der Rente vorlegen, das hatte sie bereits bekanntgegeben. Darin will sie auch die demografische Entwicklung berücksichtigen.

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