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Rente: So kassiert der Staat doppelt ab

Immer mehr Ruheständler betroffen  

So kassiert der Staat bei Renten doppelt ab

12.05.2016, 14:15 Uhr | t-online.de

Rente: So kassiert der Staat doppelt ab. In Zukunft werden immer mehr Rentner zu viel Steuern bezahlen müssen. (Quelle: dpa)

In Zukunft werden immer mehr Rentner zu viel Steuern bezahlen müssen. (Quelle: dpa)

Bei der Besteuerung von Renten muss der Staat darauf achten, dass nicht doppelt abkassiert wird. Dies ist eine klare Vorgabe des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG). Recherchen des ARD-Magazins "Plusminus" haben jedoch ergeben, dass genau dies immer öfter der Fall ist.

Seit 2005 müssen auf Renten Steuern gezahlt werden. Das hatte das Bundesverfassungsgericht 2002 gefordert, um eine unterschiedliche Besteuerung von Renten und Beamten-Pensionen anzugleichen. Geregelt ist das Ganze seitdem im Alterseinkünftegesetz.

Dass einige Rentner trotzdem doppelt besteuert werden, liegt daran, dass die Beiträge, die die Bürger als Arbeitnehmer abführen und in die Rentenversicherung einzahlen, aus bereits versteuertem Einkommen gezahlt werden. Für die Rente erfolgte dann bereits die zweite Besteuerung.

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Nicht im gleichen Maße

Bis 2005 war die Rente größtenteils steuerfrei. Der Anteil steigt nun jedoch bis zum Jahr 2040 - dann muss die Rente komplett versteuert werden. Die Rentenbeiträge sollen im Gegenzug schrittweise steuerfrei gestellt werden. Da dies nicht im gleichen Maße geschehe, ergebe sich der Nachteil der künftigen Rentner, so "Plusminus".

Werner Siepe, Finanzmathematiker, und sein Bruder Günter, Steuerberater, haben in einer aktuellen Studie berechnet, wie sich die Doppelbesteuerung auf einen Standard-Rentner auswirkt, der in vier Jahren in den Ruhestand tritt.

Mehrere hundert Euro pro Jahr

Bei einem Standard-Rentner mache dies pro Jahr 460 Euro aus, was bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung etwa 9000 Euro zu viel an Steuern ausmache. "Geht er 2030 in Rente, sind es immerhin schon 36.000 Euro und geht er erst 2040 Rente, kommt eine relative hohe Summe von 54.000 Euro raus, die zu viel besteuert würde", erklärte Werner Siepe im ARD-Magazin.

Laut "Plusminus" warnen Experten schon länger vor der Doppelbesteuerung. Seit 2007 liege dem Finanzministerium bereits ein Papier - unter anderen vom Experten Bert Rürup - vor, in dem zu Änderungen des Alterseinkünftegesetzes geraten wird. Nichtsdestotrotz sagte das Ministerium auf Anfrage von "Plusminus", dass es keinen Handlungsbedarf sehe.

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