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Bundesbank fordert Rente mit 69 - Bundesregierung steht zur Rente mit 67

Derzeitige Pläne reichen nicht  

Bundesbank hält Rente mit 69 für unvermeidlich

15.08.2016, 16:46 Uhr | dpa

Bundesbank fordert Rente mit 69 - Bundesregierung steht zur Rente mit 67. Mit 69 Jahren noch im Büro? Laut Bundesbank ist das die Zukunft. (Quelle: dpa)

Mit 69 Jahren noch im Büro? Laut Bundesbank ist das die Zukunft. (Quelle: dpa)

Die Bundesbank hat sich in ihrem Monatsbericht für ein Renteneintrittsalter von 69 Jahren ausgesprochen. Mit den jetzigen Plänen könne das Rentenniveau langfristig nicht gehalten werden. Regierungssprecher Steffen Seibert wies den Vorstoß umgehend zurück: "Die Bundesregierung steht zur Rente mit 67."

Derzeit wird das Renteneintrittsalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Vorausberechnungen der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 sehen zudem vor, den Rentenbeitrag auf maximal 22 Prozent des Bruttoverdiensts der Arbeitnehmer zu begrenzen. Ferner soll das Rentenniveau bis 2030 nicht unter 43 Prozent des Durchschnittslohns sinken (derzeit knapp 48 Prozent).

Das reicht den Ökonomen der Bundesbank aber nicht - sie fordern, das Rentenalter über 2030 hinaus anzuheben. Zwar werde durch die Rente mit 67 Jahren eine Stabilisierung auf hohem Niveau erreicht, hieß es im aktuellen Monatsbericht. Doch die Berechnungen dürften nicht darüber hinweg täuschen, dass "weitere Anpassungen unvermeidlich seien", warnt die Bundesbank.

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Sie befürchtet, dass sich diese Ziele wegen der steigenden Lebenserwartung und der niedrigen Geburtenrate langfristig nicht halten lassen. Verlängere man die Berechnungen bis 2060 unter gleichen Annahmen, sinke das Rentenniveau auf gut 40 Prozent. Um dies zu verhindern, müsse am Rentenalter angesetzt werden, folgern die Ökonomen. 

Drei Faktoren zur Stabilisierung

Zur Stabilisierung der Rentenversicherung lässt sich an drei Stellschrauben drehen: am Beitragssatz, dem Rentenalter und dem Versorgungsniveau.

"Konkret stiege in diesem Fall das gesetzliche Rentenalter bis zum Jahr 2060 auf etwa 69 Jahre", heißt es in dem Bericht. Mit einer längeren Arbeitszeit lasse sich das Rentenniveau stabilisieren: Die Experten rechnen dann mit einem Rentenniveau von 44 Prozent des Durchschnittslohns. Sie unterstellen dafür, dass Arbeitnehmer von 2030 an 49 Jahre lange Rentenbeiträge zahlen - heute ist die Einzahlzeit auf 45 Jahre begrenzt. 

Dennoch erwarten die Fachleute bis 2060 einen deutlichen Anstieg des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung: von derzeit 18,7 Prozent des Durchschnittslohns auf dann knapp 24 Prozent. Denn bis Mitte der 2030er Jahre gingen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente, das Verhältnis von Rentnern und Beitragszahlern verschlechtere sich weiter.

"Eine längere Lebensarbeitszeit sollte nicht tabuisiert, sondern als wesentlicher Faktor mitberücksichtigt werden", erklärt die Bundesbank und fordert die Regierung auf, mehr Transparenz bei der Alterssicherung zu schaffen. Zudem solle die private Altersvorsorge vereinfacht werden. 

Dafür ist die Lebenserwartung auch gestiegen - während ein Rentner in den 60er Jahren nach dem Ruhestand mit 65 im Mittel noch 13,5 Jahre vor sich hatte, sah das 50 Jahre später schon anders aus: 2011 hatten Frauen und Männer zu Rentenbeginn noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 19 Jahren.

Regierung setzt Rente mit 67 um

Dass die Politik im Jahr vor der Wahl von solchen unpopulären Berechnungen nichts wissen will, verwundert nicht. Aus Berlin hieß es daher nur lapidar, dass die Regierung derzeit die Rente mit 67 umsetze, die vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sinnvoll sei. "Diskussionen gibt es immer und manchmal nimmt auch die Bundesbank an solchen Diskussionen teil", so Regierungssprecher Seibert. 


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