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Spahn will Anhebung des Rentenalters und Abschaffung der Riester-Rente

Renteneintritt mit 67  

Spahn hält Anhebung des Rentenalters für nötig

22.08.2016, 13:41 Uhr | rtr

Spahn will Anhebung des Rentenalters und Abschaffung der Riester-Rente. Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, schaltet sich in die Renten-Diskussion ein. (Quelle: imago images/Popow)

Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, schaltet sich in die Renten-Diskussion ein. (Quelle: Popow/imago images)

Derzeit wird viel über Sinn und Unsinn der Rente mit 67 oder gar mit 69 diskutiert. Jetzt hat sich Jens Spahn, Staatssekretär des Finanzministeriums, in die Diskussion eingeschaltet. "Wir müssen das Renteneintrittsalter weiter anheben", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Zudem hält er Reformen bei Riester- und Betriebsrenten für nötig.

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Mit Blick auf die steigende Lebenserwartung der Menschen halte Spahn die Regelung für vernünftig, dass je nach Geburtsjahr pro Jahr einen Monat länger gearbeitet werden muss, bis 2031 die Altersgrenze von 67 Jahren erreicht ist. "Die sollte man auch für die Zeit nach 2030 beibehalten." Dabei sollten mindestens 40 Beitragsjahre zusammenkommen, um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten.

Die These, dass die staatlich geförderte Riester-Rente gescheitert sei, wies Spahn als falsch zurück. Allerdings könnten Reformen dieses Instrument wirksamer machen. So sollte überlegt werden, ob über die Zulagen nicht die Finanzämter entscheiden. Auch sollten die Zulagen automatisch gewährt werden und nicht auf Antrag. Die Verwaltungskosten müssten gesenkt werden.

Spahn: Riester-Rente sollte verpflichtend sein

Spahn hält es nach eigenen Worten für falsch, dass die Riester-Rente nicht als verpflichtende Zusatzvorsorge eingeführt wurde. Darüber hinaus plädiert Spahn für eine automatische betriebliche Altersabsicherung der Arbeitnehmer mit einer besonderen staatlichen Förderung von Geringverdienern.

Generell regte Spahn mit Blick auf die Rücklagen der Riester-Rente, aber auch der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Rentenversicherung an, in den Anlagevorschriften gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase mehr in Richtung Rendite zu denken. "Womöglich müssen wir bei den Garantien Abstriche machen zugunsten von mehr Renditechancen", sagte er.

Als Beispiel verwies er auf aktuelle Änderungen bei den Pensionen der Bundesbeamten, die künftig zu einem höheren Maße in Aktien angelegt werden sollen. "Wir sollten das Geld, das die nächsten zwölf Monate nicht gebraucht wird, klüger anlegen", sagte Spahn.

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