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Mütterrenten sollen angehoben werden

Kosten von 3,7 Milliarden Euro  

Geplante Anhebung der Mütterrenten betrifft 2,8 Millionen Rentnerinnen

21.01.2018, 12:48 Uhr | AFP, AM

Mütterrenten sollen angehoben werden. Frauen mit Kinderwagen (Quelle: dpa/Felix Kästle)

Mütterrente: Die Ausweitung der Mütterrente war eine zentrale Wahlkampfforderung der CSU. Die Umsetzung hängt davon ab, ob Union und SPD in Koalitionsverhandlungen eintreten. (Quelle: Felix Kästle/dpa)

Die Mütterrente wurde in der letzen Legislaturperiode eingeführt. Ziel dieser Rente ist, Erziehungszeiten älterer Mütter besser durch Rentenpunkte zu würdigen. Laut den Ergebnissen der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD ist eine Anhebung der Mütterrente geplant.

Die geplante Anhebung der Mütterrente betrifft rund 2,8 Millionen Rentnerinnen und könnte die Rentenkasse im Jahr 2019 rund 3,7 Milliarden Euro kosten. Die Deutsche Rentenversicherung bestätigt einen entsprechenden Bericht der "Rheinischen Post". In den Sondierungen hatten Union und SPD vereinbart, die Renten älterer Mütter mit drei und mehr vor 1992 geborenen Kindern um den Wert eines dritten Renten-Entgeltpunkts zu erhöhen. Ein Entgeltpunkt entspricht demnach etwa 30 Euro (West: 31,01, Ost: 29,69) mehr Rente im Monat.

Konkrete Ausgestaltung der Mütterrente noch unklar

Wie die Anhebung konkret ausgestaltet wird, geht aus dem Sondierungsbeschluss allerdings nicht klar hervor. Würden die betroffenen Mütter nicht für jedes einzelne, sondern erst ab dem dritten Kind je einen dritten Entgeltpunkt erhalten, wären die Kosten geringer. Genaue Berechnungen für diese Fälle hat die Deutsche Rentenversicherung nach Angaben eines Sprechers aber noch nicht.

Große Koalition strebt Finanzierung aus Rentenkasse an

Die mögliche große Koalition will die Anhebung der Mütterrenten aus der Rentenkasse finanzieren. "Bei der beschlossenen Verbesserung von Kindererziehungszeiten handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie ist deshalb in vollem Umfang aus Steuermitteln zu finanzieren", fordert dagegen die Präsidentin der Rentenversicherung, Gundula Roßbach, in der "Rheinischen Post".

Linken-Chef Bernd Riexinger bezeichnete die geplante Ausweitung der Mütterrente als "Schritt in die richtige Richtung". Dennoch gehe es weiter ungerecht zu, sagt er der Nachrichtenagentur AFP. "Wieso sollten Frauen, die zwei Kinder großgezogen haben, leer ausgehen?" Auch Riexinger forderte, die Mütterrente als "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" aus Steuermitteln zu bezahlen.

Die Ausweitung der Mütterrente war eine zentrale Wahlkampfforderung der CSU. Die Umsetzung hängt aber davon ab, ob Union und SPD in Koalitionsverhandlungen eintreten und sich das Sondierungsergebnis so auch in einem möglichen Koalitionsvertrag widerspiegelt. Bei den Sozialdemokraten muss ein Sonderparteitag grünes Licht für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geben, deren Ergebnis am Ende auch noch durch einen Mitgliederentscheid bestätigt werden müsste.

Quelle:
- AFP

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