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Unter der Armutsschwelle: Jede zweite Rente liegt unter 900 Euro

Unter der Armutsschwelle  

Jede zweite Rente liegt unter 900 Euro

26.07.2019, 12:28 Uhr | AFP

Unter der Armutsschwelle: Jede zweite Rente liegt unter 900 Euro. Rentnerin mit Einkaufstüten gefüllt mit Pfandflaschen: Viele ältere Menschen müssen trotz Ruhestand weiter arbeiten, damit sie überleben können.  (Quelle: imago images/Udo Gottschalk)

Rentnerin mit Einkaufstüten gefüllt mit Pfandflaschen: Viele ältere Menschen müssen trotz Ruhestand weiter arbeiten, damit sie überleben können. (Quelle: Udo Gottschalk/imago images)

Im Alter den Ruhestand genießen? Das können viele ältere Menschen nicht. Denn trotz Rentenzahlungen, kommen sie nicht über die Runden. Woran liegt das?

Jede zweite Rente beträgt weniger als 900 Euro. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Demnach erhielten im vergangenen Jahr 51,4 Prozent der Altersrentner weniger als 900 Euro – das sind rund 9,4 Millionen Menschen. 58,6 Prozent der Rentner bekamen weniger als 1.000 Euro. Über die Anfrage hatte zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Rente unterhalb der Armutsschwelle

Die Daten beziehen sich auf die Rentenzahlbeträge, also den Betrag der Rente nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und vor Abzug von Steuern. "Die Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner erhält gesetzliche Renten unterhalb der Armutsschwelle", erklärt Zimmermann. Viele kämen nur deshalb über die Runden, weil sie sich gezwungenermaßen zur Rente etwas hinzuverdienten. "Im Alter noch schuften zu müssen ist auch eine Form von Armut", kritisiert die Linken-Politikerin.

Sind Sie von Altersarmut betroffen?

Zimmermann nennt als "Wurzel des Übels die niedrigen Löhne in Deutschland, vor allem im unteren Lohnbereich". Das gesetzliche Rentenniveau müsse wieder auf 53 Prozent steigen, fordert sie. Zimmermann bekräftigt die Forderungen ihrer Partei nach einer Hochwertung kleiner Rentenansprüche aus Niedriglöhnen, einer solidarischen Mindestrente von 1.050 Euro und einem "altersarmutsfesten Mindestlohn".



Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort darauf, "dass allein aus der Höhe einer Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich nicht auf Bedürftigkeit in der Grundsicherung im Alter geschlossen werden kann", da mögliche zusätzliche Einkommensquellen und die konkrete Haushaltssituation nicht berücksichtigt seien.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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