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SAP-Chef Kagermann geht angeblich vorzeitig

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SAP-Chef Kagermann geht angeblich vorzeitig

20.01.2009, 13:58 Uhr | sky, dpa-AFX, t-online.de

Henning Kagermann (Foto: ddp)Henning Kagermann (Foto: ddp) Der langjährige SAP-Chef Henning Kagermann zieht sich angeblich vorzeitig aus dem operativen Geschäft zurück. Der Manager werde bereits ab Ende Januar dem bisherigen Co-Vorstandsvorsitzenden Leo Apotheker die Verantwortung überlassen, berichtete die Zeitschrift "Capital". Ursprünglich wollte Europas größter Softwarekonzern SAP bis Mai mit einer gleichberechtigten Doppelspitze agieren. Dann läuft der Vertrag von Kagermann aus. Ein SAP-Sprecher in Walldorf wollte den Bericht nicht kommentieren. Branchenkreise bestätigten jedoch die Personalie.

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SAP verzichtet auf Umsatzprognose

Apotheker soll den Angaben zufolge bereits auf der Bilanz-Pressekonferenz des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware am 28. Januar die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorstellen. Nach Informationen von "Capital" wird SAP bei dem Termin in Frankfurt aufgrund der unsicheren Lage wegen die Wirtschaftskrise auf eine konkrete Umsatzprognose für 2009 verzichten. Die Aktie von SAP sackte nach Erscheinen der Vorabmeldung ab und notierte zuletzt mit auf 25,30 Euro um 4,9 Prozent niedriger. Zugleich legte der DAX um 0,3 Prozent auf 4328 Punkte zu.

Unsicherheit an der Börse

"Wenn Kagermann jetzt schon als Co-Chef zurücktritt, aber erst im Mai SAP verlässt, wirft das Fragen auf", sagte ein Analyst, der nicht genannt werden will, bevor die Personalie offiziell ist. "Haben sich Kagermann und Apotheker zerstritten, dass es zu einem vorzeitigen Rücktritt kommt? Selbst wenn Apotheker SAP umkrempeln will, würde ein gemeinsames Auftreten mit Kagermann Ruhe ausstrahlen. Geht Kagermann jetzt, wirkt das überhastet."


Schon im Herbst enttäuscht

SAP hatte im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang und einen Verlust von Marktanteilen verzeichnet. Daraufhin waren die Wachstumsziele für 2008 gesenkt worden. Das Management ordnete außerdem ein unbefristetes Sparprogramm in Höhe von rund 200 Millionen Euro an. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht mehr ausgeschlossen.

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