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Lohnabstand von Männern und Frauen wächst doch nicht

Gehaltsschere  

Lohnabstand von Männern und Frauen wächst doch nicht

03.03.2009, 16:48 Uhr | bv, dapd, t-online.de

EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla - Aufsehen mit falschen Zahlen (Quelle: dpa)EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla - Aufsehen mit falschen Zahlen (Quelle: dpa) Der Abstand bei der Höhe von Stundenlöhnen für Männer und Frauen ist doch nicht gewachsen. EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla hat seine entsprechenden Äußerungen von vor einer Woche zurückgenommen. Die im aktuellen Gleichstellungsbericht der EU-Kommission festgestellte Ausweitung des Lohngefälles von durchschnittlich 15 auf 17,4 Prozent sei auf Änderungen bei der Datenerhebung zurückzuführen, erklärte Spidla in Brüssel.

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Frauen verdienen 23 Prozent weniger als Männer

Spidla hatte in einem vielbeachteten Interview erklärt, der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen in Deutschland habe sich weiter vergrößert. Nach dem aktuellen Gleichstellungsbericht der EU-Kommission verdienten Frauen in Deutschland im Jahr 2007 durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer. Der Gleichstellungsbericht vom Vorjahr wies für 2006 eine Lohndifferenz von 22 Prozent aus.

Geänderte Datenbasis

Wie die Kommission jetzt klarstellte, beziehen sich diese Zahlen aber auf unterschiedliche Quellen. Für den aktuellen Gleichstellungsbericht wurde aus Gründen der Einheitlichkeit die Europäische Verdienststrukturerhebung herangezogen. Diese kommt bezüglich des Lohngefälles zu einer pessimistischeren Einschätzung als die bislang genutzten nationalen Statistiken.

Situation hat sich minimal verbessert

"Die bessere Methodologie hat gezeigt, dass die Lage schlechter war als gedacht", kommentierte Spidla. Von einer Verschlechterung gegenüber den Vorjahren könne man aber nicht ausgehen. Die Europäischen Verdienststrukturerhebung 2002 ergab, dass deutsche Frauen gut 24 Prozent weniger verdienen als Männer. Demnach hätte sich die Lage seither leicht verbessert.

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