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Vermögen der Reichsten der Welt schrumpft dramatisch

"Forbes"-Liste  

Vermögen der Reichsten der Welt schrumpft dramatisch

12.03.2009, 13:17 Uhr | mmr, AFP, dapd, t-online.de

Bill Gates ist wieder auf Platz 1 der Forbes-Liste (Foto: dpa)Bill Gates ist wieder auf Platz 1 der Forbes-Liste (Foto: dpa) Die Finanzkrise schlägt auch bei den reichsten Menschen der Welt erbarmungslos zu. Die neueste "Forbes"-Liste offenbart: Das Vermögen der Milliardäre der Welt hat sich im Schnitt fast halbiert. Immerhin: Microsoft-Gründer Bill Gates ist nach einjähriger Pause wieder der reichste Mensch der Welt. Der 53-Jährige löst nach Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins in diesem Jahr US-Geschäftsmann Warren Buffett mit einem Vermögen von 40 Milliarden Dollar (etwa 31,3 Mrd. Euro) an der Spitze der Liste ab. Auch zwei Deutsche gehören zu den reichsten Menschen der Welt: Beide Aldi-Brüder schafften es in die Top Ten der Superreichen. Unter den Milliardären findet sich auch ein krimineller Drogen-Boss.


"Forbes"-Ranking 2009 - Was wissen Sie über die Finanzkrise?

Platz 1 trotz 18 Milliarden Dollar Verlust

Gates war im vergangenen Jahr erstmals nach 13 Jahren von Buffett von der Spitze der Liste verdrängt worden. Diesmal schaffte er wieder den ersten Platz, obwohl er nach eigenen Angaben in den vergangenen zwölf Monaten 18 Milliarden Dollar durch die Finanzkrise verloren hatte. Auf Platz zwei der Liste steht in diesem Jahr der 78-jährige Buffett mit 37 Milliarden Dollar; bei ihm betrugen die Verluste 25 Milliarden Dollar. Wie schon im vergangenen Jahr ist der 68-jährige mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim auf Platz drei mit 35 Milliarden Dollar, auch er verlor 25 Milliarden Dollar.



Vermögen der Milliardäre in einem Jahr fast halbiert

"Die wichtigste Nachricht heute ist, dass wir noch hier sind und dass es noch immer Milliardäre gibt", sagte "Forbes"-Vizechefin Monie Begley in New York. Das Magazin führt insgesamt 793 Milliardäre auf - mit einem geschätzten Vermögen von 2,4 Billionen Dollar. Im Vorjahr hatte das Gesamtvermögen der Milliardäre weltweit mit 4,4 Billionen Dollar noch zwei Billionen Dollar mehr betragen. Damals gab es auch noch deutlich mehr Milliardäre: laut "Forbes" insgesamt 1125.

Inder verlieren besonders dramatisch

In Indien dezimierte sich die Zahl der Superreichen besonders deutlich: Nach 53 Milliardären im Vorjahr waren es in diesem Jahr nur noch 24. Der Stahlproduzent Lakshmi Mittal war nur einer von zwei Indern, die es in diesem Jahr in die Top 50 schafften. Der zweite Inder unter den Top 50 ist gleichzeitig der größte Verlierer. Anil Ambani, der u.a. an Energie- und Telekommunikations-Konzernen beteiligt ist, verlor im vergangenen Jahr 32 Milliarden Dollar. Mit nur noch 10 Milliarden Dollar rutschte er von Platz 5 auf Platz 33 ab.

Beide Aldi-Brüder rücken nach oben

In die Top Ten der Superreichen schafften es diesmal beide Aldi-Brüder. Dabei landete Karl Albrecht mit einem Vermögen von 21,5 Milliarden Dollar auf Platz sechs. Damit konnte sich der 89-Jährige - im Vorjahr gerade noch auf Platz zehn - auf der Liste deutlich verbessern. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Theo kam mit 18,8 Milliarden Dollar diesmal auf den neunten Platz im Vergleich zu Platz 16 im vergangenen Jahr. Das Vermögen schrumpfte aber bei fast allen Milliardären durch die Finanzkrise deutlich. Der einzige unter den 20 reichsten Menschen der Welt, der keine Verluste machte, war der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg.



Auch ein 25-Jähriger auf der Liste

Der jüngste Milliardär auf der berühmten Liste ist ebenfalls ein Deutscher: Der 25-jährige Albert von Thurn und Taxis wird mit 2,1 Milliarden Dollar geführt. Der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis steht seit seinem achten Lebensjahr auf der jährlich erscheinenden "Forbes"-Liste. Aber erst mit seinem 18. Geburtstag im Jahre 2001 erbte der Rennfahrer das Familienvermögen. Das Durchschnittsalter der Milliardäre auf der Liste beträgt 63,7 Jahre.

Susanne Klatten unter den 25 reichsten Europäern

Der reichste Europäer auf der Liste ist Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Das Vermögen des Schwedens und seiner Familie wird auf 22 Milliarden Dollar geschätzt. Dies reicht für Platz fünf der Liste. Unter den 25 reichsten Europäern ist auch die Erbin der Industriellendynastie Quandt, Susanne Klatten, die wegen der Erpressung durch einen Ex-Liebhaber in die Schlagzeilen geriet.


Alle Russen sind aus den Top 20 gerutscht

Zehn der 20 reichsten Menschen der Welt kommen aus den USA. New York ist in diesem Jahr wieder die Stadt mit den meisten Milliardären (55), im Vorjahr war es noch die russische Hauptstadt Moskau. Die britische Hauptstadt London schaffte es diesmal mit 28 Milliardären auf Platz zwei, Moskau mit 27 auf Platz drei. Russland verlor im Zuge der Finanzkrise fast zwei Drittel seiner Milliardäre. Nach 87 im Vorjahr sind es 2009 nur noch 32. Kein einziger Russe schaffte es in die Top 20 der reichsten Menschen der Welt, 2008 waren es noch vier gewesen.

Mexikanischer Drogenbaron hat auch eine Milliarde

Auf der Liste findet sich auf Platz 701 auch der mexikanische Drogenbaron Joaquin Guzman Loera mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Dollar. Der mächtige Drogenboss ist 54 Jahre alt. Guzman gilt als der mächtigste Boss mexikanischer Drogenkartelle.

Aus Gefängnis geflüchtet - jetzt in Forbes-Liste

Seit seiner Flucht aus einem Gefängnis vor acht Jahren ist Guzman Loera untergetaucht. "Forbes"-Redakteurin Luisa Kroll sagte: "Leider konnte Guzman nicht für eine Stellungnahme erreicht werden." Guzman wurde wegen Bestechung zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, konnte aber bisher nie wegen Rauschgifthandels belangt werden. "Forbes" schätzt, dass der 54-Jährige aus Geldwäsche mindestens eine Milliarde Dollar angehäuft habe. Das sei eine sehr vorsichtige Schätzung, sagte Kroll. Guzman ist nicht der erste südamerikanische Drogenbaron auf der "Forbes"-Liste: Der kolumbianische Kokain-Schmuggler Pablo Escobar wurde bis zu seinem Tod in einer Schießerei 1993 auch als offizieller Superreicher geführt.

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