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Deutsche Post: Zumwinkel lässt sich 20 Millionen Euro auszahlen

Pensionsansprüche  

Zumwinkel-Rente sorgt für helle Aufregung

17.03.2009, 14:06 Uhr | cs, AFP, dpa, t-online.de

Klaus Zumwinkel kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht raus  (Quelle: dpa)Klaus Zumwinkel kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht raus Politiker aus Regierung und Opposition haben empört darauf reagiert, dass sich der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel seine Pensionsansprüche in Höhe von etwa 20 Millionen Euro mit einem Schlag auszahlen ließ. "Das ist ein absoluter Skandal. Solche Leute machen die soziale Marktwirtschaft kaputt", sagte der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer der "Bild am Sonntag".

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Zumwinkel stopft sich die Taschen voll

"Die kleinen Leute zittern um ihren Arbeitsplatz und verzichten auf Gehalt, und Herr Zumwinkel stopft sich die Taschen voll." Für die Zukunft rate er allen Unternehmen, die Arbeitsverträge mit Top-Managern so zu fassen, dass "verurteilte Straftäter nicht im Nachhinein noch Kasse machen können."

Unverschämtheit gegenüber Deutschland

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte der Zeitung: "Dieses Verhalten ist eine Unverschämtheit gegenüber allen in unserem Land, die hart arbeiten, ehrlich Steuern zahlen und sich an die Regeln halten." Dirk Niebel von der FDP sagte, er könne die Empörung über Zumwinkel verstehen. Die Vizepräsidentin des Sozialverbandes VdK, Carin Hinsinger, sagte der "Bild am Sonntag": "Für 20 Millionen Rentner, die sich teilweise in Nebenjobs noch etwas dazu verdienen müssen, ist die Millionen-Auszahlung an Zumwinkel ein Schlag ins Gesicht."

Auszahlung auf einen Schlag

Klaus Zumwinkel hatte die Auszahlung seiner Pensionsansprüche auf einen Schlag in der Zeitung verteidigt: "Ich bin doch nicht der einzige, der sich seine Rente frühzeitig ausbezahlen lässt. In meinem Arbeitsvertrag war die Wahlmöglichkeit vorgesehen, und ich habe die Möglichkeit der Kapitalbasis wahrgenommen." Das sei "bei der Post ein ganz normaler Vorgang."

Zweifel an Zumwinkels Vermögensangaben

Zumwinkel soll dem Geschäftsbericht der Post zufolge etwa 20 Millionen Euro Pensionsansprüche ausbezahlt bekommen haben. Die Post-Sprecherin Silje Skogstad bestätigte den Vorgang. Der Geschäftsbericht weckt nun Zweifel an Zumwinkels Angaben zu seinem Vermögen in dem Strafverfahren. Vor Gericht hatte er seinen Besitz mit rund 13 Millionen Euro beziffert.

Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung

Der ehemalige Post-Chef war wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Derzeit wird gegen ihn noch in der Abhöraffäre der Deutschen Telekom ermittelt. Fahnder durchsuchten dazu unter anderem seine Burg am Gardasee.

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