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Royal Bank of Scotland: Randale bei ehemaligem RBS-Chef

Bankenkrise  

Randale bei ehemaligem RBS-Chef

25.03.2009, 18:01 Uhr | mash, t-online.de, dapd

"Fred the Shred": Der ehemalige Chef der Royal Bank of Scotland, Fred Goodwin (Foto: dpa)"Fred the Shred": Der ehemalige Chef der Royal Bank of Scotland, Fred Goodwin (Foto: dpa) Unbekannte haben es auf das Haus des früheren Chefs der Royal Bank of Scotland (RBS), Fred Goodwin, abgesehen und dort Scheiben eingeworfen. Die Polizei erklärte, sie sei am Morgen zu dem Haus in der Nähe der schottischen Hauptstadt Edinburgh gerufen worden. Auch an einer vor dem Haus geparkten Mercedes-Benz S-600-Limousine sei die Heckscheibe eingeschlagen worden. Wie es hieß, war zum Zeitpunkt des Angriffs wohl niemand zu Hause.

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Trauriger Rekord in britischer Wirtschaftsgeschichte

Für Empörung hatte in der britischen Öffentlichkeit gesorgt, dass Goodwin nach seinem Rücktritt im vergangenen Jahr jährlich 700.000 Pfund (755.000 Euro) Pension bekommt. Goodwin musste als Chef der RBS gehen, weil das Unternehmen im Zuge der weltweiten Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten war. Im vergangenen Monat hatte RBS für 2008 einen Verlust von mehr als 24 Milliarden Pfund vermeldet (26 Milliarden Euro). Es war der größte Verlust in der britischen Wirtschaftsgeschichte.

"Fred the Shred" will volle Auszahlung

Goodwin, der wegen seiner drastischen Sparmaßnahmen auch "Fred the Shred" (Fred der Zerkleinerer) genannt wurde, hatte sich Forderungen der Regierung widersetzt, auf einen Teil seiner Pension zu verzichten. Die Regierung hat der RBS schon mit 20 Milliarden Pfund (21,6 Milliarden Euro) aus der Klemme geholfen. Es wird erwartet, dass sie ihren Anteil auf 68 Prozent erhöht.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Racheakte erboster Bürger

RBS-Sprecher Neil Moorhouse erklärte, die Sicherheitsvorkehrungen für Goodwin würden nun überprüft. In den USA gab es auch schon Todesdrohungen gegen Manager des maroden Versicherungskonzerns AIG, die sich Boni genehmigten, obwohl der Konzern nur mit Milliarden an Steuergeldern vor dem Zusammenbruch gerettet wurde. Einige Unternehmen haben ihre Angestellten auch schon angewiesen, auf Firmenlogos an der Kleidung zu verzichten, nachts nur noch zu zweit zu fahren und nur an gut beleuchteten Plätzen zu parken.

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