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Goldman-Sachs-Chef fordert Reform der Managergehälter

Finanzkrise  

Goldman-Chef fordert Reform der Managergehälter

23.04.2009, 12:37 Uhr | sky, t-online.de, dpa-AFX

Lloyd Blankfein fordert eine Reform der Manager-Gehälter (Foto: imago)Lloyd Blankfein fordert eine Reform der Manager-Gehälter (Foto: imago) Neue Töne aus der Finanzwelt: Ausgerechnet der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, hat sich für eine Reform der Manager-Bezahlung und eine breite Finanzaufsicht ausgesprochen. Die Entlohnung von Managern dürfe exzessive Risikobereitschaft nicht länger belohnen. "Wir sollten grundlegende Standards bei der Vergütung anwenden," forderte er auf einer Konferenz in Washington. Goldman Sachs galt bislang als einer der aggressivsten Akteure an der Wall Street überhaupt - und als Firma mit exorbitanten Gehältern.

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Managergehälter langfristig ausrichten

Auf der Jahreskonferenz des Council of Institutional Investors (Rat der Instituionellen Investoren) sprach sich der Chef von Goldman Sachs laut dem Finanzdienst Marketwatch für ein Vergütungssystem aus, das Manager stärker für den langfristigen Erfolg belohnen müsse. Top-Kräfte sollten beispielsweise Aktien erhalten, die sie erst im Ruhestand einlösen können.



Goldman Sachs nun selbstkritisch

Der Chef von Goldman Sachs ging mit der eigenen Branche scharf ins Gericht. Die Finanzkrise sei für die Banken "tief demütigend". Die Finanzindustrie habe sich zu sehr auf Rating-Agenturen verlassen. Die verschärfte Regulierung der Branche müsse auch für große Hedge Fonds und private Beteiligungsgesellschaften gelten.



Staatshilfe rasch zurückzahlen

Blankfein sprach sich außerdem erneut für eine möglichst rasche Rückzahlung der staatlichen Milliardenhilfen für Banken aus. Goldman Sachs erhielt im vergangenen Jahr eine staatliche Unterstützung über zehn Milliarden Dollar. Deshalb habe sein Unternehmen beschlossen, dass das Management-Team für 2008 keine Boni erhalte.

Protest gegen Goldman

Die Rede vor der Investoren-Vereinigung wurde von Protesten unterbrochen. Auf einem Plakat forderten Demonstranten "Wir wollen unsere Dollar zurück." In diversen US-Medien kursierten in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen, dass Goldman Sachs in großem Stil komplizierte Derivate, die mit Schrott-Hypotheken besichert waren, an mehrere Banken verkaufte - und dann auf den Einsturz des Aktienkurses dieser Banken spekulierte.


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