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Royal Bank of Scotland: Milliarden-Klage gegen den ehemaligen Vorstand

Finanzkrise  

Milliarden-Klage gegen früheren RBS-Vorstand

11.10.2009, 12:57 Uhr | dpa, mash, t-online.de, dpa

Dem ehemaligen Vorstand der RBS droht eine Milliarden-Klage (Foto: imago) (Quelle: imago images)Dem ehemaligen Vorstand der RBS droht eine Milliarden-Klage (Quelle: imago images) Die Aktionäre der teilverstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) haben eine Milliarden-Klage gegen den ehemaligen Vorstand angekündigt. Eine Gruppe tausender privater Anleger teilte auf einem Aktionärstreffen in London mit, sie werde neun Milliarden Pfund (derzeit 9,7 Milliarden Euro) Entschädigung einfordern. Im Visier der Ankläger steht vor allem der ehemalige Vorstandsvorsitzende Fred Goodwin.

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Fred Goodwin am Pranger

Der damalige Vorstands-Chef Fred Goodwin und seine damaligen Kollegen hätten die Anleger über die desolate Finanzlage getäuscht, als sie im April 2008 in die Bank investierten.

Neue Aktien stürzten ins Bodenlose

RBS hatte nach dem Kauf der niederländischen Bank ABN Amro frisches Kapital gebraucht. Neu Aktien wurden für 200 Pence ausgegeben, stürzten aber nach der der Staatshilfe und der Pleite von Lehman Brothers auf 10 Pence im Januar.

Goodwin pochte auf Millionen-Rente

Die Aktionäre wollen nun ihr Geld zurück und Ex-Bankenchef Goodwin zur Verantwortung ziehen. Nach seiner Entlassung hatte er im Alter von 50 Jahren Rentenzahlungen in Millionenhöhe pro Jahr durchsetzen wollen. RBS gehört zu 70 Prozent dem Staat. Die Bank hatte im vergangenen Jahr 24,1 Milliarden Pfund Verlust gemacht.

"Legaler Diebstahl" bei B&B

Investoren der verstaatlichen Bank Bradford & Bingley (B&B) beschuldigten unterdessen die Regierung des "legalisierten Diebstahls". Sie hätte keine Erklärung für die Verstaatlichung der Bank erhalten. Zudem wurde ihnen eine Entschädigung ihres Aktienbesitzes für die Verstaatlichung frühestens im nächsten Sommer in Aussicht gestellt. Das B&B-Geschäft mit Spareinlagen wurde vor einem Jahr an die spanische Gruppe Santander verkauft.

HRE-Aktionäre: Alles Sträuben umsonst

Auch in Deutschland wehrten sich Aktionäre gegen die zwangweise Verstaatlichung ihrer Anteile - allerdings ohne Erfolg. Sie wollten ihre Aktien an der schwer angeschlagenen HRE halten. Bis zuletzt kämpften die Aktionäre. Der staatliche Bankenrettungsfonds SoFFin drängte sie jedoch letztendlich mittels eines sogenannten Squeeze-Out-Verfahrens aus der Bank.

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