Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere >

Commerzbank muss Banker Millionenabfindung zahlen

Commerzbank muss Banker Millionenabfindung zahlen

21.10.2009, 08:58 Uhr | AFP, AP, dapd, AFP, t-online.de

Commerzbank muss Ex-Manager 1,5 Millionen Euro Abfindung zahlen (Foto: dpa)Commerzbank muss Ex-Manager 1,5 Millionen Euro Abfindung zahlen (Foto: dpa) Die Commerzbank muss einem ehemaligen ranghohen Investmentbanker eine Abfindung von 1,5 Millionen Euro zahlen. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main gab der Klage des Managers gegen seinen Ex-Arbeitgeber statt. Der Mitarbeiter arbeitete für eine Konzernsparte, die der Commerzbank Milliarden Verluste bescherte.

Abfindungskönige - So feudal arbeiten die Großbanker

Banker arbeitete im Wertpapier-Geschäft

Nach dem Urteil muss die Commerzbank dem Wertpapier-Experten die Abfindung zusätzlich zu einem Bonus von drei Millionen Euro zahlen, den der Banker bereits erhalten hat. Der Manager war bei der Dresdner Bank - die mittlerweile zur Commerzbank gehört - zuständig für Wertpapiergeschäfte. Die Sparte, die von dem Investmentbanker geleitet wurde, fuhr mit ihren Geschäften vergangenes Jahr 5,7 Milliarden Euro Verlust ein. Der Wertpapierspezialist, der gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber geklagt hatte, lebt Medienberichten zufolge mittlerweile auf Zypern.

Dresdner Bank verspekulierte sich

Wie viele andere Banken weltweit hatte auch die Dresdner Bank in den vergangenen Jahren mit komplizierten Wertpapieren spekuliert, die letztlich für die internationale Finanzkrise sorgten. Die Dresdner Bank wurde unter anderem wegen ihrer massiven Probleme im Zuge der Finanzkrise vom Versicherungskonzern Allianz an die Commerzbank verkauft. Im Zuge des Staatseinstiegs strich die Commerzbank kurzerhand den Bonus der Mitarbeiter.

Banker steht Bonus in voller Höhe zu

Trotz des Milliardenverlustes der Wertpapiersparte dürfe die Commerzbank die Abfindung nicht einbehalten und diese mit dem bereits gewährten Bonus verrechnen, urteilte das Gericht. Dem Banker stehe der Bonus in voller Höhe zu. Grund dafür sei, dass aus dem Arbeitsvertrag des Wertpapierexperten nicht hervorgehe, dass der Bonus an die wirtschaftliche Entwicklung des Instituts gekoppelt und der Verlust der Wertpapiersparte daher ohne Bedeutung gewesen sei.

Commerzbank erwägt in Revision zu gehen

Vielmehr sollte der am 18. November 2008 gewährte Millionenbonus nach Ansicht des Gerichts den Verbleib des Investmentspezialisten bei seinem Arbeitgeber sicherstellen. Zu diesem Zeitpunkt habe sich der Verlust der Wertpapiersparte des Ex-Managers bereits auf 2,9 Milliarden Euro belaufen. Ein Gewinn sei deswegen nicht mehr zu erwarten gewesen. Eine Commerzbank-Sprecherin sagte zu dem Urteil: "Wir bedauern die Entscheidung. Wir werden die schriftliche Urteilsbegründung genau prüfen und behalten uns vor, in die Berufung zu gehen."

Mehr Themen:
Premiere - Mögliche Mitverursacher der Krise vor Gericht
US-Manager - Top-Verdiener bekam über 700 Millionen Dollar
Kienbaums Top Ten -
Wolfgang Reitzle vs. Josef Ackermann -


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: