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Arbeitskräftenachfrage übertrifft Vorkrisenniveau

Arbeitsmarkt  

Arbeitskräftenachfrage übertrifft Vorkrisenniveau

29.11.2010, 16:51 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa, t-online.de

Immer mehr Unternehmen meldeten zuletzt wieder steigende Absatzzahlen. Auch die Konjunkturforscher gehen von einem länger anhaltenden Aufschwung aus. Das schlägt sich auch in einer höheren Nachfrage für Arbeitskräfte nieder. Diese ist im November weiter kräftig gestiegen und liegt nun sogar über Vorkrisenniveau. Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg der Stellenindex BA-X im Vergleich zum Vormonat um 4 auf 149 Punkte. Einen so hohen Wert hatte das Stellenbarometer zuletzt im Juni 2008 erreicht. Vor einem Jahr lag es bei 113 Punkten.

Großer Ansturm in der Zeitarbeit

Die positive Stimmung der Wirtschaft schlage sich auch auf die Nachfrage nach Fachkräften nieder, erklärten die BA-Experten. Ein großer Ansturm herrsche in der Zeitarbeit. Gut jede dritte gemeldete Stelle am ersten Arbeitsmarkt komme derzeit aus dieser Branche. Gesucht seien zudem Mitarbeiter im Handel, im Bausektor, in der Gastronomie und im Gesundheits- und Sozialwesen. Mehr als drei Viertel der bei der BA gemeldeten Jobs seien Vollzeitarbeitsplätze, ebenfalls mehr als drei Viertel unbefristete Stellen. Teilweise klagten die Unternehmen wieder über Probleme, ausreichend hochqualifizierte Fachkräfte zu finden, hieß es weiter.

Der BA-X ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland. Er beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen und signalisiert deren Einstellungsbereitschaft. Seinen bislang höchsten Wert erreichte er im Februar 2007 (165 Punkte), den niedrigsten Stand im Dezember 2004 (96 Punkte).

Weiterhin konjunktureller Rückenwind

Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage nach Mitarbeitern rechnen Volkswirte für November mit einer Fortsetzung der Entspannung am Arbeitsmarkt. "Wir sind nach wie vor auf einem guten Weg", erklärte Holger Schäfer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). Er prognostiziert einen Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 20.000 auf 2,925 Millionen, was seiner Einschätzung nach in erster Linie auf die nach wie vor kräftige Konjunktur zurückzuführen ist. Rolf Schneider von Allianz Economic Research geht aus dem gleichen Grund von einer Abnahme um rund 9000 aus. Er erwartet zudem, dass die Drei-Millionen-Marke auch im Dezember nicht mehr überschritten wird - es sei denn, der Winter fällt extrem streng aus.

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