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Wall-Street-Banker verdienen mehr als jemals zuvor

Wall-Street-Banker verdienen mehr als jemals zuvor

03.02.2011, 14:43 Uhr | dpa, dpa

Wall-Street-Banker verdienen mehr als jemals zuvor. An der Wall Street sprudeln wieder die Gewinne und die Gehälter (Foto: Archiv)

An der Wall Street sprudeln wieder die Gewinne und die Gehälter (Foto: Archiv)

Nur zwei Jahre nach dem Beinahekollaps des gesamten Finanzsystems schwimmen die Banker an der Wall Street schon wieder im Geld. Die 25 größten Finanzfirmen am Platze haben nach einer Erhebung des "Wall Street Journals" die Rekordsumme von 135 Milliarden Dollar (knapp 98 Milliarden Euro) an ihre Mitarbeiter gezahlt. Das sind knapp sechs Prozent mehr als die 128 Milliarden Dollar des Jahres 2009.

Umsatz steigt geringer als Personalkosten

Der Umsatz stieg im selben Zeitraum nur um ein Prozent auf 416 Milliarden US-Dollar. Bei den Gewinnen sind die Banken noch vom Niveau vor Ausbruch der Krise entfernt. Das hält die Institute aber nicht davon ab, kräftig in die Belegschaft zu investieren. So stieg der Anteil der Personalausgaben am Gesamtumsatz der Firmen von 31,1 auf 32,1 Prozent. Vor Ausbruch der Finanzkrise lag der Wert sogar noch höher.

Steuerzahler stützte Banken in der Finanzkrise

Die Glücksspielmentalität viele Banker hatte in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte geführt. Im September 2008 war die New Yorker Investmentbank Lehman Brothers zusammengebrochen, nachdem sie sich mit US-Hypothekenpapieren verzockt hatte. Eine Schockwelle ging durch die Finanzwelt. Nur das Eingreifen der Staaten auf der ganzen Welt hielt die Märkte am Laufen und sicherte den Bankern ihre Einkommen. Die Zeche für die Finanzkrise zahlten die Steuerzahler.

Boni niedriger, Festgehalt gestiegen

"Die Dinge entwickeln sich dahin, wo sie vorher waren", kommentierte Juraprofessor und Gehaltsexperte J. Robert Brown von der Universität Denver die Zahlen. Im Schnitt bekommt jeder Banker für das vergangene Jahr 141.000 Dollar und damit drei Prozent mehr. Die viel kritisierten Boni gehen zwar etwas zurück, doch dafür steigt das Festgehalt. Oder die Boni werden in Aktien gezahlt, die mehrere Jahre gehalten werden müssen. Das soll das Denken in kurzfristigen Gewinnen ausmerzen.

Teure Immobilien in New York wieder gefragt

Lediglich 2008 hatten die Banker angesichts milliardenschwerer Verluste Einschnitte hinnehmen müssen, seitdem geht es aufwärts. Die großen Banken stellen wieder ein, was sich in vor allem in den guten Gegenden von Manhattan bemerkbar macht: Der Wohnungsleerstand nimmt ab, die Mieten steigen. Eine 50-Quadratmeter-Wohnung kostet im Monat schnell 2000 Dollar und mehr (umgerechnet 1450 Euro). Selbst die millionenschweren Stadthäuser auf der noblen Upper East Side finden wieder Käufer.

Für einen gut verdienenden Banker, und von denen gibt es nicht wenige in der Finanzhauptstadt New York, sind derlei Immobilien durchaus erschwinglich. Nach einer Auflistung des Finanzdienstleisters Bloomberg kann ein erfahrener Spezialist für Firmenzusammenschlüsse durchaus zwei Millionen Dollar im Jahr nach Hause tragen, ein Wertpapier- oder Ölhändler bringt es auf eine Million Dollar.

Hohe Durchschnittsverdienste für Investment-Banker

Selbst die Durchschnittsverdienste bei den ganz großen Häusern sehen noch beeindruckend aus: Die Investmentbanker der Geldmaschine Goldman Sachs bekommen für das abgelaufene Jahr 431.000 Dollar, die von JPMorgan Chase 370.000 Dollar und selbst die Mitarbeiter der zwischenzeitlich Verluste schreibenden Investmentbank Morgan Stanley kommen auf knapp 257.000 Dollar.

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