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Vattenfall: Manager kassierte Millionenabfindung

t-online, dpa, dpa, t-online.de

Aktualisiert am 05.04.2011Lesedauer: 2 Min.
Die ehemaligen Chefs von Vattenfall, Hans-J├╝rgen Cramer(l.) und Klaus Rauscher (r.) (
Die ehemaligen Chefs von Vattenfall, Hans-J├╝rgen Cramer(l.) und Klaus Rauscher (r.) ( (Quelle: ddp/imago))
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Abfindungsskandal bei Vattenfall: Schweden emp├Ârt sich zur Zeit ├╝ber die gewaltigen Zahlungen an deutsche Manager. Sie hatten die endlose Pannenkette der Vattenfall-Atomreaktoren Kr├╝mmel sowie Brunsb├╝ttel mit zu verantworten. Trotz dieser katastrophalen Bilanz kassierten die beiden Ex-Chefs der Deutschland-Tochter, Klaus Rauscher und Hans-J├╝rgen Cramer, sowie Ex-Finanzchef Hans-J├╝rgen Meyer ├╝ppige Abschiedszahlungen. Nun schaltete sich sogar die Politik ein. Es geht um insgesamt zehn Millionen Euro, berichtete die schwedische Zeitung "Sydsvenskan".

Vattenfall: Zust├Ąndiger Minister wusste von nichts

Cramer erhielt 2008 nach nur f├╝nf Monaten im Amt 2,3 Millionen Euro als Abfindung ausgezahlt. Sein Vorg├Ąnger Rauscher bekam 2007 "Sydsvenskan" zufolge 5,5 Millionen Euro, Meyer 2,4 Millionen Euro. "Von diesen hohen Zahlungen habe ich nichts gewusst. Ich kann die Emp├Ârung in der ├ľffentlichkeit verstehen, und ich bin selbst emp├Ârt", sagte der f├╝r Staatsunternehmen zust├Ąndige schwedische Finanzmarktminister Peter Norman.

Erst Ende M├Ąrz hat er Vattenfall-Aufsichtsratschef Lars Westerberg aus dem Amt bef├Ârdert, weil dieser Ex-Konzernchef Lars Josefsson eine unrechtm├Ą├čige Zusatzabfindung ├╝ber 1,2 Millionen Euro zugeschustert hatte. Josefsson musste die schon ausgezahlte erste H├Ąlfte des Geldes nach Bekanntwerden des Deals zur├╝ck├╝berweisen. Er war es auch, der bei Vattenfalls Eroberungsfeldzug quer durch Europa die ├╝ppigen Vertr├Ąge mit den Top-Kr├Ąften der deutschen Tochter ausgehandelt hatte.

Neue Unternehmenskultur gefordert

Norman verlangt nun von Josefssons Nachfolger ├śystein L├Şseth eine "neue Unternehmenskultur". Aus der Stockholmer Vattenfall-Zentrale hie├č es, man habe inzwischen bei neuen Vertr├Ągen mit Topleuten der deutschen Tochter schon die deutlich engeren Grenzen f├╝r Manager in schwedischen Staatsbetrieben zugrunde gelegt. Dies sei aber erst seit 2009 in Kraft, und vorher habe man sich nach dem in Deutschland "├ťblichen" gerichtet.

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Das reicht den oppositionellen Gr├╝nen im Stockholmer Parlament aber ganz und gar nicht. "F├╝r solche Phantasiebonusse k├Ânnen wir doch nicht das Geld schwedischer Steuerzahler zum Fenster rauswerfen", erkl├Ąrte Gr├╝nen-Sprecher Gustav Fridolin. Er hat den Verfassungsausschuss des Reichstages angerufen, eine Art permanenter parlamentarischer Untersuchungsausschuss.

Endlose Problemkette bei Schwedens gr├Â├čtem Staatskonzern

Eigentlich brauche man bei all den Skandalen einen eigenen Vattenfall-Minister, h├Âhnte die Stockholmer Zeitung "Expressen" mit Hinweis auf die endlose Problemkette bei Schwedens gr├Â├čtem Staatskonzern. Der Kommentator z├Ąhlte auf: Atom-Pannen in Deutschland wie in Schweden, umstrittene Braunkohlekraftwerke, ├╝berteuerte Unternehmensk├Ąufe und jetzt die hohen Bonuszahlungen. Das allergr├Â├čte Problem allerdings w├╝rden die Politiker wohl nie l├Âsen, meinte er: "Den Skandal mit den hohen Strompreisen."

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