Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere >

DSW: Extreme Managergehälter gefährden den sozialen Frieden

DSW: Extreme Managergehälter gefährden den sozialen Frieden

27.06.2011, 14:06 Uhr | dapd, dapd, t-online.de

DSW: Extreme Managergehälter gefährden den sozialen Frieden. DSW: Managergehälter können den sozialen Frieden gefährden (Foto: imago) (Quelle: imago images)

DSW: Managergehälter können den sozialen Frieden gefährden (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Aktionärsschützer haben Managergehälter von mehr als zehn Millionen Euro als gefährlich kritisiert. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, sagte: "Das gefährdet den sozialen Frieden." Während er eine erfolgsabhängige Vergütung für Vorstände grundsätzlich begrüße, halte er bei Aufsichtsräten ein festes Gehalt für besser geeignet.

Neue Regeln für Vorstandsgehälter, die Bonuszahlungen stärker vom langfristigen Erfolg abhängig machen, seien ein Schritt in die richtige Richtung. "Ich finde es gut, dass Nachhaltigkeit reinkommt", sagte Hocker. Ein Nachteil der Gesetzgebung sei aber, dass sie ein neues Geschäftsfeld für die Beratungsindustrie geschaffen habe. Große Unternehmen tendierten mittlerweile dazu, sechsstellige Honorare für die Ausarbeitung und Überprüfung der Gehälter von Vorstand und Aufsichtsrat auszugeben.

Öffentlicher Druck nötig

Der Weg hin zu nachhaltigen Vergütungen führe über öffentlichen Druck, sagte der DSW-Hauptgeschäftsführer weiter. Wichtig dafür sei Transparenz. "Das ist das Einzige, was wirklich gezählt hat."

Bei Aufsichtsräten macht sich Hocker für eine Professionalisierung stark. "Wir sind für den Berufsaufsichtsrat", sagte er. Die Dividende sei aber kein gutes Kriterium, um die Vergütung der Kontrolleure daran auszurichten, weil Aufsichtsrat und Vorstand selbst darüber entscheiden. Eine erfolgsabhängige Vergütung hält er nicht für sinnvoll. "Die Arbeit eines Aufsichtsrats im Falle einer Restrukturierung oder Sanierung ist weitaus strapaziöser als im Falle eines florierendes Unternehmens", so der Aktionärsschützer. "Im ganzen Unternehmen muss es noch ein kontrollierendes Gremium geben, das nicht am Ertrag hängt."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: