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Büro-Kleidung: Kurze Hosen in der Firma - albern oder angesagt?

Kurze Hosen im Büro - albern oder angesagt?

19.05.2011, 13:15 Uhr | Simone Andrea Mayer, dpa / t-online.de/business, dpa

Kurze Hose im Job? Stil-Experten raten ab. (Fotos: dpa, imago)Kurze Hose im Job? Stil-Experten raten ab. (Fotos: dpa, imago) Sommerliche Temperaturen machen es Männern nicht gerade leicht. Denn wer an warmen Tagen ins Schwitzen gerät, darf meist trotzdem nicht leicht bekleidet im Büro herumlaufen. Wir sagen Ihnen, welche Outfits in der Firma tabu sind - und an welche Regeln Sie sich halten sollten.


"Das wirkt albern und ist spießig"

Die Rote Karte erteilt der Berliner Stil-Experte Bernhard Roetzel etwa kurzen Hosen im Job. "Auch wenn der Chef kurze Hosen trägt, darf man ihn nicht automatisch als Vorbild sehen. Das muss man abklären", erklärt Roetzel. Kurze Hosen sind seiner Ansicht nach etwas für die Freizeit - und nur dafür.

Dabei zeigen aktuell viele Hersteller Anzüge mit Hemd und Krawatte - und eben kurzen Hosenbeinen. Roetzel kann dem aber wenig abgewinnen: "Albern und spießig" lautet sein Urteil. "Das ist in Ordnung in tropischen Breitengraden, auf Jamaika etwa - aber hier bei uns gibt es klimatisch keinen Grund, warum wir kurze Hosen unbedingt bürotauglich machen müssten", meint der Fachmann.

"Streber-Look" bei jungen Männern

Mancher wolle diesen spießigen Eindruck aber bewusst hervorrufen, hat Roetzel beobachtet. So zeichneten sich die bei jungen Männern angesagten, spießigen "Nerd-Looks" gerade durch die Kombination von adretten Hemden mit kurzen, engen Jungen-Hosen aus. Der "Streber" - so lässt sich das englische Wort "Nerd" unter anderem übersetzen - ziehe dazu Strümpfe auch gerne so an, dass sie gut sichtbar sind. Wer sich aber nicht zum "Nerd" berufen fühle, hole die kurze Hose am besten nur an freien Tagen aus dem Schrank, rät Roetzel.

Kurze Hosen und Flip-Flops sind tabu

Diese Regel gilt auch für T-Shirts, Flip-Flops sowie Sandalen oder Slipper. "Achten Sie auf die richtige Sockenlänge, auch im Sommer darf die Wade nicht zu sehen sein", rät Dirk Pfister in seinem Ratgeber "Business Knigge für Männer. Mehr Erfolg durch gute Manieren".

Schick zum Geschäftstermin

Bei einem Geschäftstermin kommen die Herren sogar um Anzug und Krawatte nicht herum - auch bei tropischen Temperaturen. In dem Fall empfiehlt Pfister ein Jackett aus leichten Materialien, möglichst nicht aus Baumwolle. Hochwertige Herrenausstatter haben demnach Anzüge im Programm, die beispielsweise nur teilweise gefüttert sind. Achtung: Die Ärmel des Jacketts werden Pfister zufolge auch bei Wärme nicht hochgekrempelt, und kurzärmelige Hemden passen nicht zum Business-Outfit.

Casual Friday - was ist erlaubt?

Aber darf ich das Jackett beim Geschäftstreffen einfach ablegen, wenn es mir zu warm wird? Das ist nur erlaubt, wenn der Ranghöchste der Runde seine Zustimmung dazu gibt und seine Jacke selbst ablegt. Die Regel gilt gemäß Pfister im Meetingraum ebenso wie im Restaurant. Und am Casual Friday - ist da Strandoutfit im Job erlaubt? Von wegen, meint der Experte. Aber gegen eine Jeans mit Hemd und Sakko sei vielerorts nichts einzuwenden. Auch die beigefarbene Baumwollhose mit Hemd sei eine gute Wahl.

Weisungsbefugnis des Arbeitgebers gilt

Wer im Übrigen denkt, er könne sich im Job kleiden, wie er wolle, irrt gewaltig. Grundsätzlich darf der Arbeitgeber bei der Kleidung seiner Mitarbeiter nämlich mitreden - vor allem, wenn sie Kundenkontakt haben oder die Firma nach außen repräsentieren. Denn das Weisungsrecht des Arbeitgebers erstreckt sich auch auf Fragen der Kleidung, so der Deutsche Arbeitsgerichtsverband. Arbeitnehmer können also nur begrenzt das anziehen, wonach ihnen gerade der Sinn steht. Legt der Chef - begründet - sein Veto dagegen ein, muss sich der Mitarbeiter seinen Anweisungen fügen.

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