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Arbeitsunfall: Gilt der Versicherungsschutz auf für den Weg zur Pause?

Unfallschutz auch auf Weg zum Essen

04.04.2011, 12:11 Uhr | dpa, t-online.de/business, sia, dpa, t-online.de

Arbeitsunfall: Gilt der Versicherungsschutz auf für den Weg zur Pause?. Nicht jeden Unfall am Arbeitsplatz deckt der gesetzliche Versicherungsschutz. (Foto: imago)

Nicht jeden Unfall am Arbeitsplatz deckt der gesetzliche Versicherungsschutz. (Foto: imago)

Immer wieder gibt es Streit wegen Unfällen bei oder auf dem Weg zur Arbeit. Ein Umweg auf der Fahrt zum Job beispielsweise kann bereits den Versicherungsschutz kosten - schon der Schlenker zur Tankstelle wird unter Umständen als Privatangelegenheit gewertet. Was aber, wenn ein Mitarbeiter im Betrieb auf dem Weg zum Essen verunglückt? Darf in dem Fall die Berufsgenossenschaft die Haftung verweigern? Ein Urteil des Sozialgerichts Frankfurt zeigt die geltende Regelung.

Gericht gab Klage einer Supermarkt-Verkäuferin statt

Die Frankfurter Sozialrichter gaben in dem Fall der Klage einer Verkäuferin in einem Supermarkt statt. Die Klage einer Berufsgenossenschaft, die eine Entschädigung zahlen musste, wurde abgewiesen. Die Arbeitnehmerin hatte eine Flasche Limonade, die sie in einer Arbeitspause trinken wollte, an der Kasse des Marktes zahlen wollen.

Bei Bezahlen des Pausengetränke gestolpert

Auf dem Weg dorthin rutschte die Verkäuferin aus und verdrehte sich das Knie. Sie musste vier Wochen zu Hause bleiben. Die Berufsgenossenschaft argumentierte, das Bezahlen des Getränks sei die persönliche Angelegenheit der Frau gewesen und falle deshalb nicht in den Versicherungsschutz.

Weg zur "privaten Nahrungsaufnahme" ist versichert

Das Sozialgericht folgte der Argumentation der Genossenschaft nicht. Seinem Urteil zufolge schließt eine Unfallversicherung auch den Weg zur "privaten Nahrungsaufnahme" eines Arbeitnehmers während einer Pause ein. Essen und Trinken seien schließlich "regelmäßige unaufschiebbare, notwendige Handlungen, um die Arbeitskraft des Versicherten zu erhalten", heißt es in der Entscheidung (Az.: S 23 U 252/09).

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