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Verletzt beim Fußballspielen auf der Dienstreise: Wer zahlt?

Verletzt beim Fußballspielen auf der Dienstreise: Wer zahlt?

13.07.2011, 12:11 Uhr | AFP, AFP

Verletzt beim Fußballspielen auf der Dienstreise: Wer zahlt?. Vorsicht beim Fußballspielen auf der Dienstreise: Die Versicherung zahlt den Unfall nicht (Foto: imago)

Vorsicht beim Fußballspielen auf der Dienstreise: Die Versicherung zahlt den Unfall nicht (Foto: imago)

Immer wieder sorgen Unfälle im Arbeitsumfeld für Streit: Wann greift der Versicherungsschutz, wer kommt für die im Rahmen des Unfalls anfallenden Kosten auf? Sportfreunde, die sich auf einer Dienstreise bei einem Fußballspiel mit Kollegen verletzen, können jedenfalls nicht damit rechnen, dass die gesetzliche Unfallversicherung zahlt. In diesem Sinne hat das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt entschieden. Wir erläutern Ihnen den Fall.

Gericht weist Klage ab

Nach dem Urteil der Darmstädter Richter fällt ein Fußballmatch auf einer Dienstreise nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der grundsätzlich auf einer Dienstreise geltende Versicherungsschutz bestehe nicht rund um die Uhr, erklärte das Gericht. (Az.: L 3 U 64/06).

Berufsgenossenschaft lehnt Rentenzahlung ab

In dem konkreten Fall hatte sich ein Baumarktleiter bei einem Fußballspiel, das im Rahmen eines zweitägigen Treffens mehrerer Marktleiter bei einem Lieferanten stattfand, am Kniegelenk verletzt. Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, eine Verletztenrente zu gewähren: Es liege kein Arbeitsunfall vor. Dagegen klagte der 49-Jährige. Er argumentierte, das Spiel sei eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung gewesen.

Sport mit Kollegen ist Privatsache

Das Landessozialgericht hingegen befand, das Fußballspiel sei dem "Rahmenprogramm" zuzuordnen. Daran ändere auch die Aufnahme in die Tagesordnung nichts. Zudem sei der Kläger "zur Teilnahme an sportlichen Aktivitäten weder aus arbeitsvertraglichen noch aus sonstigen Gründen verpflichtet gewesen."

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