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Arbeitslosigkeit: Bundesagentur plant Psychotests

Bundesagentur plant Psychotests für Arbeitslose

25.07.2011, 18:36 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Arbeitslose sollen lernen, sich besser zu vermarkten. Die Bundesagentur für Arbeit plant ein neues Betreuungsprogramm, durch das Jobsuchende die eigenen Stärken ergründen und trainieren sollen. Teil des freiwilligen Verfahrens: ein ausführlicher Psychotest.

Fragebögen, Gespräche mit Psychologen, Teilnahme an einem Assessment Center: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) plant ein Rundumprogramm für Arbeitslose. "Die Jobsuchenden sollen lernen, ihre eigenen Stärken besser einzuschätzen und sich besser zu vermarkten", sagt ein BA-Sprecher.

Bundesagentur päppelt Arbeitslose

Kompetenzdiagnostik nennt sich das neue Programm. Laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) ist es Teil einer Kulturrevolution, die 2012 in der Behörde und in den Jobcentern eingeläutet wird. Sie zitiert BA-Geschäftsführer Markus Schmitz, der das Programm detailliert beschreibt. Es gliedert sich demnach in vier Stufen.

(1) Arbeitslose sollen Fragebögen ausfüllen und ihre Talente und Schwächen auf einer Skala von eins bis fünf bewerten. Abgefragt werden auch sogenannte soft skills wie Kommunikations- und Konfliktverhalten oder Teamfähigkeit. (2) Die Ergebnisse werden mit einem Arbeitsvermittler besprochen. (3) Möglich ist auch ein Interview mit einem Psychologen der BA. (4) Wer will, kann obendrein an einem Assessment Center teilnehmen.

Arbeitslose motivieren

Die Teilnahme an den Tests ist zunächst freiwillig - sowohl für die Arbeitslosen als auch für die gut 300 Jobcenter und 176 Arbeitsagenturen. Zugelassen sind Empfänger von Arbeitslosengeld I und langzeitarbeitslose Hartz-IV-Bezieher. Ein Testverfahren mit rund 2200 Jobsuchenden sei bereits abgeschlossen, sagte ein BA-Sprecher. Es habe ergeben, dass die intensive Betreuung der Arbeitslosen ganz neu motiviere, sagte Schmitz der "SZ".

Die Kompetenzdiagnostik solle vermeiden, dass Arbeitslose immer neue Enttäuschungen erlebten und in Maßnahmen landeten, die sie über- oder unterfordern, sagte Schmitz. Außerdem könnten sie lernen, wie sie sich selbst wahrnehmen und von anderen wahrgenommen werden.

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