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Aufschwung sorgt für mehr Arbeitsunfälle: 519 Tote

Aufschwung sorgt für mehr Arbeitsunfälle: 519 Tote

27.07.2011, 09:03 Uhr | dpa, dpa, AFP, t-online.de

Aufschwung sorgt für mehr Arbeitsunfälle: 519 Tote. 2010 gab es mehr Arbeitsunfälle (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

2010 gab es mehr Arbeitsunfälle (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland hat eine unerwünschte Nebenwirkung: Die Zahl der Arbeitsunfälle ist 2010 deutlich gestiegen - und zwar stärker als die Zahl der Arbeitsstunden. Das geht aus der Bilanz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zählten demnach im vergangenen Jahr 954.459 Arbeitsunfälle in Deutschland, das waren 7,7 Prozent mehr als 2009. Dabei kamen 519 Menschen ums Leben, 63 mehr als ein Jahr zuvor (plus 13,8 Prozent). Zum Vergleich: Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 59,1 Milliarden Stunden. Pro 1000 Vollzeitbeschäftigte gab es 25,8 Unfälle.

Höheres Arbeitstempo sorgt für mehr Unfälle

"Wenn die Wirtschaft brummt, dann lässt das leider nicht nur die Kasse klingeln", sagte der Hauptgeschäftsführer der Unfallversicherung, Joachim Breuer. "Ein höheres Arbeitstempo lässt auch das Unfallrisiko steigen." Aber auch Schnee und Eis zu Beginn und Ende des vorigen Jahres habe zu mehr Unfällen geführt. Mitarbeiter der Logistikbranche, Postboten und Zeitungsausträger waren nach Angaben der Versicherung besonders stark von Unfällen auf glatten Straßen und Bürgersteigen betroffen. Die Zahl der Wegeunfälle stieg 2010 im Vorjahresvergleich um 25,4 Prozent auf 223.973. Tödlich endeten 367 Wegeunfälle, das sind fünf Fälle mehr als 2009.

Die gesetzliche Unfallversicherung bot im vorigen Jahr 75,5 Millionen Menschen Schutz - außer Arbeitnehmern auch Schülern und ehrenamtlich Tätigen. Das waren 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Heilbehandlung und die Rehabilitation ihrer Versicherten gab die DGUV im vergangenen Jahr den Angaben zufolge fast 3,7 Milliarden Euro aus. Das waren 6,5 Prozent mehr als 2009. Die Summe für Entschädigungen sei um ein Prozent auf 5,6 Milliarden Euro gestiegen, in Prävention investierte die Unfallversicherung 911 Millionen Euro.

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