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Banken-Tarifrunde erneut gescheitert

Banken-Tarifrunde erneut gescheitert

04.05.2012, 14:43 Uhr | dpa-AFX

Banken-Tarifrunde erneut gescheitert. Ein Tarifabschluss bei Banken ist in weiter Ferne (Quelle: dpa)

Ein Tarifabschluss bei Banken ist in weiter Ferne (Quelle: dpa)

Nach 14-stündigen Gesprächen ist auch die dritte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei öffentlichen und privaten Banken gescheitert, eine Lösung rückt in weite Ferne. Vor allem die Gehaltsfrage ist weiterhin ungelöst: "Ver.di hat bis zuletzt auf Gehaltsforderungen in einer Höhe beharrt, die in der aktuellen Branchenlage nicht darstellbar sind", sagte der Verhandlungsführer der Banken-Arbeitgeber, Ulrich Sieber.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Ver.di fordert für die rund 220.000 Beschäftigten unter anderem eine Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent. Die Arbeitgeber hatten bei den Verhandlungen in Frankfurt zuvor erstmals ein Angebot vorgelegt, das 4,2 Prozent mehr Gehalt in drei Stufen bis August 2014 vorsieht.

"Die Dimension des Gehaltsangebotes und die Verbindung dieses unzureichenden Angebotes mit dem Gesamtpaket ist völlig inakzeptabel und entspricht nicht unseren Vorstellungen und nicht den Vorstellungen der Beschäftigten", erklärte Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. Daher habe die Tarifkommission beschlossen, das Angebot der Arbeitgeber abzulehnen.

Angebot unterhalb der Inflationsrate

Die Gewerkschaft beklagte, dass die Offerte auf 12 Monate gerechnet nur einer Gehaltserhöhung von 1,3 Prozent entspreche. Da das Angebot deutlich unterhalb der Inflationsrate liege, müssten die Beschäftigten damit einen Reallohnverlust hinnehmen. "Dieses Gehaltsangebot ist völlig unzureichend. Es liegt weit unterhalb der Abschlüsse in anderen Branchen und würde die Bankbeschäftigten noch weiter abkoppeln", kritisierte Mensch.

Aus Sicht der Arbeitgeber wird die Offerte hingegen sowohl den Möglichkeiten der Unternehmen als auch den Interessen der Beschäftigten gerecht. Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft öffentlicher Banken, Thomas Christian Buchbinder, forderte deshalb: "Bei Ver.di muss ein Umdenken einsetzen, sonst rückt ein Tarifabschluss in weite Ferne." Ein neuer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht festgelegt.

Ausweitung des Streiks angekündigt

Die Gewerkschaft kündigte an, ihre Mitglieder zu einer Ausweitung der Warnstreiks aufzurufen. Maßnahmen dazu sollen in den nächsten Tagen getroffen werden

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