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Arbeitsmarkt: Mehr als jeder zweite Beschäftigte will neuen Job

Studie: Mehr als jeder zweite Beschäftigte will neuen Job

15.03.2013, 08:51 Uhr | t-online.de - sia

Arbeitsmarkt: Mehr als jeder zweite Beschäftigte will neuen Job. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland wollen demnächst auf Jobsuche gehen (Quelle: imago, McPhoto)

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland wollen demnächst auf Jobsuche gehen (Quelle: imago, McPhoto)

Drei von zehn Arbeitnehmern wollen ihrem aktuellen Arbeitgeber den Rücken kehren und sich noch in diesem Jahr einen neuen Job suchen. Was die Wechsler antreibt, wie sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt einschätzen und wie sie sich ihren Traum-Arbeitsplatz vorstellen, haben Forscher der Universitäten Bamberg und Frankfurt untersucht.

Fast 60 Prozent bald auf Stellensuche

Das Ergebnis klingt positiv: Sogar 58,7 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen in naher Zukunft auf Jobsuche gehen, 20 Prozent haben bereits den Arbeitsplatz in den letzten Monaten gewechselt und etwas mehr als zehn Prozent den Arbeitsvertrag aktuell gekündigt. Jeder vierte Umfrageteilnehmer rechnet sich gute Chancen auf seinen Traumjob aus, fast die Hälfte erwartet, eine Arbeit zu finden, die zumindest den eigenen Ansprüchen genügt.

Der Analyse zufolge sind nicht miese Arbeitsbedingungen, Vorgesetzte oder Kollegen daran schuld, dass sich Beschäftigte nach einer Jobalternative umschauen. Im Gegenteil: Drei von vier Befragten fühlen sich dem Unternehmen, in dem sie arbeiten, verbunden. Zwei Drittel sind sogar bereit, sich mehr als vertraglich vereinbart für den Arbeitgeber zu engagieren.

Niedriges Gehalt treibt Mitarbeiter weiter

Grund für die Wechselbereitschaft ist vielmehr ein zu kleines Gehalt, das den Leistungen des Mitarbeiters nicht gerecht wird. Die Unzufriedenheit mit der Bezahlung zeigt sich auch darin, dass acht von zehn Befragten in ihrer aktuellen Firma blieben, wenn der Chef ein höheres Gehalt bewilligen würde.

Allerdings liegt es nicht am Salär allein: Auch fehlende Karriereaussichten und eine schlechte firmeninterne Kommunikation lassen demnach die Beschäftigten die Arbeitssuche vorantreiben. Vor einem Wechsel ins Ausland schrecken nach der Analyse viele Befragte jedoch zurück - der nationale Arbeitsmarkt werde attraktiver eingeschätzt als der internationale oder der unternehmensinterne, erklären die Studienautoren.

Firmen punkten mit Top-Karrierechancen

Erstaunlich ist, dass laut der Untersuchung den Stellensuchenden das Gehalt, bekannte Produktmarken oder soziales Engagement bei der Auswahl eines neuen Arbeitgebers weniger wichtig sind. Stattdessen legen sie Wert auf ein gutes Arbeitsklima und gute Karrierechancen. Punkten kann ein Unternehmen zudem mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, guter Work-Life-Balance sowie einer offenen internen Wissensweitergabe.

Wenn es um die Karriere geht, werden die Personalverantwortlichen im eigenen Unternehmen als schlechteste Berater eingestuft: Nur etwa jeder Fünfte gab an, ihnen zu vertrauen. Der Großteil der Studienteilnehmer setzt hingegen auf den Rat von Freunden oder externen Beratern.

Chefs und Unternehmen im Visier der Bewerber

Im Übrigen nehmen im Vorstellungsgespräch nicht nur die Personaler die Jobkandidaten unter die Lupe, auch umgekehrt ist das der Fall. Weil der potenzielle neue Chef oder das Unternehmen sie nicht überzeugten, haben laut der Studie schon 60 Prozent eine Stelle abgelehnt.

Das Centre of Human Resources Information Systems der Universitäten Bamberg und Frankfurt hat die Studie "Bewerbungspraxis 2013" mit Unterstützung von Monster Worldwide Deutschland zum zehnten Mal durchgeführt. Dafür wurden mehr als 6000 Personen befragt. Die Teilnehmer sind durchschnittlich 38,7 Jahre alt und verfügen in der Mehrzahl über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung.

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