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Sechs Milliarden Euro zu wenig: Peter Hartz fordert 215 Milliarden gegen Jugendarbeitslosigkeit

Sechs Milliarden Euro zu wenig  

Peter Hartz fordert 215 Milliarden gegen Jugendarbeitslosigkeit

23.06.2014, 12:54 Uhr | AFP, dpa-AFX

Sechs Milliarden Euro zu wenig: Peter Hartz fordert 215 Milliarden gegen Jugendarbeitslosigkeit. Der ehemalige VW-Manager und Arbeitsmarktreformer Peter Hartz (Quelle: dpa)

Der ehemalige VW-Manager und Arbeitsmarktreformer Peter Hartz (Quelle: dpa)

Der ehemalige VW-Manager, Peter Hartz, soll Europas Jugendliche retten. "Wir haben jetzt über fünf Millionen jugendliche Arbeitslose in Europa. Und das geht gar nicht", sagte Hartz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die EU habe mit der "Jugendgarantie" zwar ein sehr schönes Programm, es hapere aber an der Umsetzung. Dafür habe er mit einer Gruppe von Fachleuten Vorschläge entwickelt.

Die Lösung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa kostet nach Einschätzung des Arbeitsmarktexperten deutlich mehr als von der EU geplant. "Die EU hat Mittel von sechs Milliarden Euro vorgesehen, aber das reicht bei weitem nicht aus", sagte Hartz dem "Handelsblatt" . "Um 5,5 Millionen jugendlichen Arbeitslosen zu helfen, brauchen Sie 215 Milliarden Euro."

"Die Ressourcen sind da, Europa ist so reich"

"Wenn Sie die Finanzindustrie dazu bekommen, das mit den Staaten gemeinsam anzugehen, dann ist das doch auch ein riesiges Konjunkturprogramm für die Länder: Es sorgt für Arbeit, löst das Altersvorsorgeproblem der jungen Generation und behebt mittelfristig den Fachkräftemangel in Europas Wirtschaft", sagte Hartz dem "Handelsblatt". "Die Ressourcen sind da, Europa ist so reich."

In jedem Mitgliedsland müsste eine große Bank für das Projekt gewonnen werden. Die Politik habe auf ihrem Gipfel zur Jugendbeschäftigung am 11. Juli in Turin die Gelegenheit, den Banken in dieser Frage Rückhalt zu signalisieren.

Binnen vier Monaten einen Job

Jüngsten Angaben zufolge liegt die Jugendarbeitslosigkeit in südeuropäischen Krisenländern wie Spanien und Griechenland bei 50 bis 60 Prozent. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten als Reaktion darauf die sogenannte Jugendgarantie beschlossen. Danach sollen arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren binnen vier Monaten ein Angebot für einen Job, eine Ausbildung oder ein Praktikum bekommen.

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