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Lufthansa hat zu wenig Flugbegleiter

Zu wenig Flugbegleiter  

Lufthansa fliegt mit geschrumpften Crews

06.08.2014, 17:40 Uhr | dpa, t-online.de

Lufthansa hat zu wenig Flugbegleiter. Bei der Lufthansa herrscht Personalknappheit bei Flugbegleitern (Quelle: dpa)

Bei der Lufthansa herrscht Personalknappheit bei Flugbegleitern (Quelle: dpa)

Mitten in der Ferienzeit hat die Lufthansa mit einer dünnen Personaldecke bei Flugbegleitern zu kämpfen. Weil Kabinenpersonal fehlt, seien bereits einzelne Flüge ausgefallen und viele hundert mit reduzierten Besatzungen geflogen worden, berichtete der Vorsitzende der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies. Er verwies auf einen seit Mai weit überdurchschnittlichen Krankenstand von rund acht Prozent. Damit seien die "auf Kante geplanten" Dienstpläne nicht mehr zu erfüllen.

Die Lufthansa bestätigte den überdurchschnittlich hohen Krankenstand, ohne ihn aber näher zu beziffern. Flüge seien wegen fehlender Crews aber nicht abgesagt worden, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Auch werde nur auf einer kleinen Zahl von etwa 50 Interkontinentalflügen im Monat eine meist um eine Kraft verringerte Mannschaft eingesetzt: "Das merkt der Fluggast so gar nicht."

Die Lufthansa setze auf ihren Flügen regelmäßig mehr Personal ein als von behördlicher Seite vorgeschrieben. Weiterhin hat die Fluggesellschaft Personalschulungen am Boden abgesagt und für arbeitswillige Flugbegleiter die maximale Flugstundenzahl von 87 auf 94 pro Monat hochgesetzt. Zuerst hatte die "Neue Ruhr Zeitung" über die Engpässe berichtet.

Personal fühlt sich offenbar unter Druck

Baublies sieht in den häufigen Fehlzeiten eine eher unbewusste Reaktion des Personals auf ständige Kritik und höhere Anforderungen. Es sei kein Wunder, dass die Leute mental und moralisch abbauten, wenn ihnen immer wieder vorgehalten werde, dass sie eigentlich zu teuer seien. "Das Gefühl 'Meine Firma braucht mich' hat einfach nachgelassen", sagte der Gewerkschafter. "Die Zitrone ist vielleicht schon leerer, als man gedacht hat", sagte er in Anspielung auf eine Äußerung des früheren Lufthansa-Chefs Christoph Franz.

"Aber die Zitrone ist noch nicht ausgepresst", hatte Franz im April in Bezug auf weitere Kostensenkungen gesagt. Wenig später übergab er die Lufthansa-Führung an Carsten Spohr.

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