Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere >

Arbeit: Habe ich einen Anspruch auf ein Zeugnis?

Arbeit  

Habe ich einen Anspruch auf ein Zeugnis?

26.03.2018, 04:54 Uhr | dpa

Arbeit: Habe ich einen Anspruch auf ein Zeugnis?. Arbeitnehmer haben ein Recht darauf, dass ihnen ein Arbeitszeugnis ausgestellt wird.

Arbeitnehmer haben ein Recht darauf, dass ihnen ein Arbeitszeugnis ausgestellt wird. Foto: Jens Büttner. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Am letzten Tag gibt es ein Zeugnis - das ist in der Schule so, später im Job aber auch. Oder? Muss mein Chef mir ein Arbeitszeugnis ausstellen - und wenn ja, was muss drinstehen?

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, sagt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. Zwei Anlässe gibt es dafür: Einmal den Abschied vom Arbeitgeber, dann bekommt der Arbeitnehmer ein sogenanntes Schlusszeugnis zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Zweitens gibt es das Zwischenzeugnis. "Das kann der Arbeitnehmer immer einfordern, wenn es dafür einen triftigen Grund gibt", sagt Meyer. Das kann zum Beispiel ein Wechsel der Führungskraft sein, eine Versetzung im Unternehmen - und theoretisch auch die Bewerbung auf einen neuen Job.

Kniffliger wird es bei der Frage, was im Zeugnis stehen muss. Per Gesetz hat der Arbeitnehmer das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis. Konkret bedeutet das: Der Arbeitgeber muss die Leistungen, Tätigkeiten und das Verhalten des Arbeitnehmers so beschreiben, wie es tatsächlich war. Eine durchschnittliche Bewertung hat dabei laut Rechtsprechung die Note "befriedigend" - in der verklausulierten Zeugnissprache zum Beispiel mit Formulierungen wie "zur vollen Zufriedenheit" ausgedrückt.

Hat der Arbeitnehmer sehr schlecht gearbeitet, kann der Arbeitgeber von diesem Durchschnitt auch abweichen - mit Formulierungen wie "stets bemüht" oder "im Großen und Ganzen zufriedenstellende Erledigung der Arbeit". Er muss es dann im Streitfall aber auch beweisen können - und das ist knifflig.

"Schlechte Leistungen sind oft schwer darzulegen, vor allem über einen langen Zeitraum", sagt Meyer. Für gute Leistungen gilt das aber eventuell genauso: Die muss der Arbeitnehmer nachweisen, wenn er ein deutlich besseres Zeugnis will.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere

shopping-portal