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Freiberuflichkeit - Was versteht man darunter?

Freiberuflichkeit: Was versteht man darunter?

08.02.2012, 09:55 Uhr | is (CF)

Freiberuflichkeit wird in zwei Gruppen unterschieden. Zu der einen Gruppe gehören diejenigen Tätigkeiten, die der Gewerbeordnung unterliegen. Die andere Gruppe sind die so genannten freien Berufe.

Juristisch basiert die Freiberuflichkeit auf dem Paragraf 18, Einkommensteuergesetz. Auch das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz regelt, welche Tätigkeiten als freiberuflich Arbeiten betrachtet werden.

Freiberuflichkeit setzt Qualifikation und Kreativität voraus 

Voraussetzung, freiberuflich arbeiten zu können, ist eine möglichst an einer Hochschule erworbene Qualifikation. Klassische Freiberuflichkeit stellt die Tätigkeit von Steuerberatern und Anwälten, Publizisten, Künstlern im allgemeinen, Dozenten und Honorar-Lehrern, Heilberufe und naturwissenschaftliche Berufe dar. Als Oberbegriff für all diese Berufsfelder gilt der Ausdruck "Katalog-Berufe". In diesem Katalog sind alle Berufe aufgeführt, die für eine Freiberuflichkeit akzeptiert werden. Freiberufler verkaufen zwar eine Dienstleistung, aber keine Ware.

Freiberufler melden ihre Tätigkeit beim Finanzamt unter detaillierter Tätigkeitsbeschreibung an. Das Finanzamt entscheidet dann, ob es sich tatsächlich um eine freiberufliche Tätigkeit handelt, oder doch um eine gewerbliche. 

Freiberufler haben steuerliche Vorteile

Freiberufler unterliegen, wie alle anderen Menschen mit Einkommen in Deutschland, der Einkommenssteuerpflicht. Darüber hinaus sind Freiberufler auch umsatzsteuerpflichtig. Wenn die Einkünfte eines Freiberuflers bestimmte Grenzen nicht überschreiten, besteht allerdings die Möglichkeit, sich von der Umsatzsteuerpflicht befreien zu lassen. Während Gewerbetreibende auch gewerbesteuerpflichtig sind, entfällt diese Steuerpflicht, wenn man freiberuflich arbeiten kann. Freiberufler müssen auch nicht bilanzieren.  Eine einfache Gewinn- und Verlustrechnung ist ausreichend.

Bei Freiberuflichkeit entfällt auch die Zwangsmitgliedschaft in der IHK und der Eintrag im Handelsregister. Im Zeitalter des Internet sind einige neue Berufe entstanden, die anfänglich mit Skepsis als freiberufliche Tätigkeit betrachtet wurden. So war es fraglich, ob Online-Redakteure, Web-Designer oder Texter als Freiberufler anerkannt wurden. Inzwischen tendieren die Finanzbehörden aber dazu, auch diese Berufe als kreativ anerkannt werden. Teilweise sind sich auch nur mit entsprechend qualifizierter Ausbildung auszuüben. Freiberuflich arbeiten hat zweifellos Vorteile gegenüber einer gewerblichen Tätigkeit. 

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