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Aktien Frankfurt: Im Plus - Investoren warten gespannt auf Powell-Rede

Aktien Frankfurt: Im Plus - Investoren warten gespannt auf Powell-Rede

23.08.2019, 12:01 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger am Freitag wieder zu einigen Käufen hinreißen lassen. Vor dem mit Spannung erwarteten Notenbanker-Treffen in den USA blieben viele Investoren aber an der Seitenlinie, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Der Dax DAX Index hielt sich daher bis zum Mittag ohne größere weitere Kurssprünge über der Marke von 11 800 Punkten, über die er gleich am Morgen gezogen war. Zuletzt betrug das Plus im deutschen Leitindex 0,47 Prozent auf 11 802,38, womit der Dax zumindest seine Vortagesverluste wieder nahezu ausbügelte.

Aktuell steuert der Dax damit auf Wochensicht auf ein Plus zu - das erste seit Anfang August. Noch in der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex wegen Rezessionsängsten auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gerutscht.

Der MDax MDAX PERFORMANCE-INDEX Index der mittelgroßen Unternehmen stieg zuletzt um 0,54 Prozent auf 25 381,30 Zähler. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um 0,52 Prozent auf 3391,35 Punkte nach oben.

Große Erwartungen haben die Börsianer nunmehr an das Treffen der Währungshüter in Jackson Hole. Besonders spannend dürfte es werden, wenn Fed-Chef Jerome Powell am Nachmittag die Eröffnungsrede auf dem jährlichen Notenbanker-Symposium hält. Die Finanzmärkte erhoffen sich klare Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed, nachdem das zur Wochenmitte veröffentlichte Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank keine eindeutige Richtung vorgegeben hatte.

Einige Marktbeobachter warnen deshalb bereits vor dem Enttäuschungspotenzial und der Fallhöhe für die Märkte, sollte Powell hier zu vage bleiben: "Investoren wollen nicht akzeptieren, dass es keine weiteren Zinssenkungen gibt, und haben für dieses Jahr mindestens zwei weitere schon eingepreist", sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollte Powell diese Erwartung enttäuschen, könnten wieder Sorgen um eine Rezession aufkommen und die Märkte könnten die Fed "abstrafen", so Erlam.

Auf Unternehmensseite hielten sich die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co KLOECKNER + CO SE NA O.N. Aktie nach Übernahmespekulationen mit mehr als 13 Prozent Kursplus am Mittag unangefochten an der Spitze des Nebenwerte-Index SDax SDAX P-IN. Index - zeitweise war es um fast 18 Prozent nach oben gegangen. Nach der Absage der Fusion mit Tata Europe Steel prüft Thyssenkrupp THYSSENKRUPP AG O.N. Aktie laut "Handelsblatt" nun die Übernahme des Stahlhändlers. Die in den vergangenen Monaten stark gebeutelten Anteile am Industriekonzern legten um rund ein Prozent zu. Auch Salzgitter SALZGITTER AG O.N. Aktie profitierte - der Kurs des Konkurrenten stieg um knapp eineinhalb Prozent.

Lufthansa LUFTHANSA AG VNA O.N. Aktie-Anteilsscheine arbeiteten sich unterdessen bis zum Mittag mit einem Kursaufschlag von fast drei Prozent an die Dax-Spitze vor. Hier wirkte sich ein Bericht des "Manager Magazin" günstig aus, wonach die Fluggesellschaft an einem Plan arbeitet, um ihr operatives Ergebnis hochzutreiben. Zudem wolle der Vorstand im kommenden Monat über ein Sparprogramm entscheiden.

Auch Aktien des Softwareherstellers SAP SAP SE O.N. Aktie hielten sich nach guten Zahlen des US-Konkurrenten Salesforce rund ein Prozent Plus im oberen Dax-Drittel.

Im MDax schob das positive Votum der Baader Bank die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle BECHTLE AG O.N. Aktie mit mehr als fünf Prozent Kursplus an die Index-Spitze. Dagegen mussten Hella HELLA GMBH+CO. KGAA O.N. Aktie-Aktien Kursverluste von mehr als ein Prozent einstecken, hier belastete eine Verkaufsempfehlung durch die Bank of America den Autozulieferer.

Ein rückläufiges Halbjahresergebnis und ein zögerlichen Ausblick brockten unterdessen dem Maschinenbauer Aumann AUMANN AG  INH O.N. Aktie ein Minus von mehr als einem Prozent ein. Das Unternehmen hat weiterhin mit der Investitionszurückhaltung in der Automobilindustrie zu kämpfen./tav/fba

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---





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