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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax stabil - Anleger verdauen Ölpreis-Schock

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax stabil - Anleger verdauen Ölpreis-Schock

17.09.2019, 18:10 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ölpreis-Schock nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien zum Wochenstart hat am deutschen Aktienmarkt kaum noch Spuren hinterlassen. Der Leitindex Dax DAX Index schloss am Dienstag lediglich 0,06 Prozent tiefer bei 12 372,61 Punkten. Der MDax MDAX PERFORMANCE-INDEX Index der mittelgroßen Börsenwerte bewegte sich mit einem Minus von 0,07 Prozent auf 25 958,01 Punkte letztlich ebenfalls kaum vom Fleck.

Auch wenn der große Crash nach den Drohnenangriffen auf das Herz der Ölindustrie ausgeblieben sei, seien die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten noch lange nicht aus den Köpfen der Anleger verschwunden, warnte gleichwohl Milan Cutkovic, Analyst beim Handelshaus Axitrader.

Beruhigend wirkte derweil laut Marktbeobachtern, dass US-Präsident Donald Trump derzeit keinen Militärschlag gegen den Iran erwägt. Die Vereinigten Staaten vermuten in der Islamischen Republik den Drahtzieher hinter der Tat.

Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) an diesem Mittwoch. Es wird damit gerechnet, dass die Fed zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen senken wird. Spannend bleibt die Frage, ob beziehungsweise wie oft die Währungshüter in den nächsten Monaten die Zinsen weiter nach unten drehen werden. In der vergangenen Woche hatte bereits die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen weiter gelockert und so den Aktienmarkt zusätzlich angeschoben.

Im Dax standen Automobilwerte unter Druck. Die Verluste reichten von 0,9 Prozent bei BMW BAY.MOTOREN WERKE AG ST Aktie über 1,1 Prozent für Volkswagen (VW) VOLKSWAGEN AG VZO O.N. Aktie bis zu 1,7 Prozent bei Daimler DAIMLER AG NA O.N. Aktie. Händler verwiesen zur Begründung für die Branchenschwäche auf belastende Vorgaben vom chinesischen Automobilsektor.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten unter Auflagen grünes Licht für die Strommarktfusion zwischen der Noch-RWE-Tochter Innogy INNOGY SE  INH. O.N. Aktie und Eon E.ON SE NA O.N. Aktie gegeben. Der Zusammenschluss führe nicht zu weniger Auswahl und höheren Preisen, hieß es. RWE RWE AG ST O.N. Aktie gewannen 1,7 Prozent. Eon legten um 0,2 Prozent zu. Die Anteile des Immobilienkonzerns Vonovia VONOVIA SE NA O.N. Aktie belegten mit einem Plus von 2,6 Prozent den ersten Platz im Dax.

Am MDax-Ende wurden die Papiere des Online-Modehändlers Zalando ZALANDO SE Aktie von einer Aktienplatzierung eines Großaktionärs belastet und sackten um fast 10 Prozent ab. Zudem strich die Privatbank Hauck & Aufhäuser ihre Kaufempfehlung für die Papiere. Analyst Christian Salis sieht den Höhepunkt guter Nachrichten mittlerweile erreicht. Ab dem vierten Quartal dürften die Vergleichswerte aus dem Vorjahr auch schwerer zu toppen sein.

Im Nebenwerte-Index SDax SDAX P-IN. Index schoben positive Nachrichten die Aktien von Immobilienkonzernen an. Instone Real Estate INSTONE REAL EST.GRP O.N. Aktie hatte die Prognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Die Papiere zogen an der Index-Spitze um 5,7 Prozent an. Ado Properties Ado Properties SA ADO PROPERTIES ORD SHS Aktie gewannen nach einer Bestätigung von Gesprächen über einen möglichen Verkauf von Immobilien 5,5 Prozent. Und Dic Asset DIC ASSET AG NA O.N. Aktie profitierten mit 1,8 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung.

Der EuroStoxx 50 ging 0,08 Prozent höher bei 3521,26 Punkten aus dem Handel. In Paris schloss der Leitindex Cac 40 CAC 40 Index etwas deutlicher im Plus, während der Londoner FTSE 100 nahezu auf der Stelle trat. In New York stand der Dow Jones Industrial DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE INDEX Index zuletzt 0,1 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex REX GESAMT K-IN. Index stieg um 0,02 Prozent auf 145,61 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 172,85 Zähler nach. Der Euro CROSSRATE EUR/USD Aktie legt zu und notierte zuletzt bei 1,1065 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1026 (Montag: 1,1031) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9065) Euro./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---




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