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Leitzins steigt um 0,75 Prozentpunkte an


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EZB hebt Zinsen so stark an wie nie zuvor

Aktualisiert am 08.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (Archivbild): Die Währungshüter haben einen drastischen Zinsanstieg beschlossen.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (Archivbild): Die Währungshüter haben einen drastischen Zinsanstieg beschlossen. (Quelle: IMAGO/RAINER UNKEL)
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Mit einer Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte reagiert die EZB auf die hohe Inflationsrate. Es ist die stärkste Anhebung seit der Einführung des Euro.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihrer Sitzung am Donnerstag eine Anhebung der Zinsen um 0,75 Prozentpunkte beschlossen. Dies ist ein historischer Schritt: Eine derart starke Anhebung hat es seit der Einführung der Gemeinschaftswährung noch nie gegeben.

Damit steigt der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB leihen können, auf 1,25 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die EZB stellte zugleich weitere Zinserhöhungen in den nächsten Monaten in Aussicht.

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, begrüßt den deutlichen Zinsschritt der Zentralbank. "Jetzt kommt es darauf an, dass sie ihre Leitzinsen in den kommenden Monaten trotz steigender Rezessionsrisiken auch tatsächlich weiter kräftig anhebt." Er fordert, dass die EZB ihren Straffungskurs in den kommenden Monaten fortsetzt. Ansonsten drohten die Inflationserwartungen der Bürger "zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung" zu werden.

Negativzinsen entfallen

Der Druck auf EZB-Präsidentin Christine Lagarde und ihre Mitstreiter hatte zuletzt deutlich zugenommen. Nach langem Zögern hatte der EZB-Rat bei seiner Sitzung am 21. Juli erstmals seit elf Jahren die Zinsen im Euroraum wieder angehoben.

Zur Freude von Millionen Sparern beendete die Notenbank die Phase der Negativzinspolitik: Geschäftsbanken müssen seither nicht mehr 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Viele Banken nahmen dies zum Anlass, sogenannte Verwahrentgelte für ihre Kunden abzuschaffen. Der sogenannte Einlagensatz steigt nach der EZB-Entscheidung vom Donnerstag auf 0,75 Prozent.

Die Inflation in der Eurozone erreichte jüngst immer neue Höchstwerte. Im August stieg sie auf 9,1 Prozent und ein Abklingen des Teuerungsschubs ist angesichts der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs nicht in Sicht. Auch in Deutschland ist die Inflationsrate inzwischen mit knapp unter acht Prozent viermal so hoch wie das Inflationsziel der EZB von zwei Prozent. Bei der Zinsentscheidung ging es daher auch um die Glaubwürdigkeit der EZB.

Volkswirte befürchten Rezession

Mehrere Währungshüter, darunter der niederländische Notenbankchef Klaas Knot hatten sich vor der Sitzung dafür starkgemacht, dass auch über einen Jumbo-Zinsschritt diskutiert wird. Sie dürften mit der Entscheidung des heutigen Tages zufrieden sein. Dagegen hatten EZB-Direktor Fabio Panetta und Griechenlands Notenbankchef Yannis Stournaras Argumente für ein nicht so starkes Vorgehen vorgebracht.

Entscheidungshilfen dürften den Euro-Wächtern die neuen Prognosen der EZB-Volkswirte zu Inflation und Wachstum im Euroraum geliefert haben, die ihnen bei den Beratungen vorliegen. Viele Ökonomen erwarten einen weiteren Anstieg der Inflation und ein deutlich geringeres Wachstum im Euroraum. Im Herbst und Winter könnte wegen der Energiekrise eine konjunkturelle Talfahrt drohen.

"Diese späte Einsicht war dringend erforderlich"

Die EZB hatte die hohe Inflation lange als vorübergehend interpretiert und hat deutlich später als andere viele andere Zentralbanken die Zinswende eingeleitet. Die US-Notenbank Fed beispielweise hat ihre Leitzinsen bereits mehrfach nach oben geschraubt, dabei zweimal um jeweils 0,75 Prozentpunkte.

Chefökonom der Vermögensverwaltung HQ Trust, Michael Heise, zeigt sich erleichtert über die Zinsanhebung. "Angesichts des Verbraucherpreisanstiegs von über neun Prozent und der Wertverluste des Euro war diese späte Einsicht dringend erforderlich." Für die Wirtschaft sei eine schnelle Anhebung der Zinsen besser, als "das Bremsmanöver und die Unsicherheit über lange Zeit zu strecken".

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Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters
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