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Pay-TV: Premiere senkt Ausblick für 2007

Fußball-Bundesliga  

Premiere senkt Ausblick für 2007

19.07.2007, 17:27 Uhr | dpa / o.altintop 19.07.2007, t-online.de

Für den Abo-Sender Premiere macht sich das Comeback bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga frühestens im kommenden Jahr bezahlt. Die Prognosen für das laufende Jahr schraubte der Sender trotz der Einigung mit dem Rivalen Arena herunter. "Wir haben einige Bremsspuren zu verarbeiten", sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Zudem müsse Premiere substanziell ins Marketing investieren, um sich bei den Fernsehzuschauern als Bundesliga-Sender wieder ins Spiel zu bringen. "Wir müssen vom Stand weg für neuen Schwung in der Vermarktung sorgen."

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100 Millionen Euro Gewinn angestrebt
Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nun einen Umsatz von 1,04 bis 1,05 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 80 bis 100 Millionen Euro an. Bisher war ein Umsatz von 1,05 bis 1,10 Milliarden Euro und ein EBITDA von 120 bis 140 Millionen Euro angestrebt worden.

Kartellamt gibt grünes Licht
Nach einer monatelangen Hängepartie hatte das Kartellamt einer Kooperation zwischen Premiere und Arena zugestimmt. Dadurch darf Arena die Übertragungsrechte gegen Lizenzgebühren an Premiere weiterreichen. Die Arena-Kunden erhalten von der kommenden Saison an automatisch das Premiere Bundesliga-Programm. Sowohl im Kabel als auch über Satellit könnten alle bestehenden Receiver weiter verwendet werden, hieß es bei Arena. Die Zahl der Premiere-Kunden steigt durch die Einigung um rund 700 000 auf den Rekordstand von 4,2 Millionen. "Premiere war noch nie in der Unternehmensgeschichte so gut aufgestellt", sagte Kofler. Bis zum Ende kommenden Jahres rechnet er mit 4,75 Millionen Kunden.

Arena-Redaktion wird aufgelöst
Die Arena-Redaktion wird weitgehend aufgelöst. Rund 30 der 50 festen Arbeitsplätze fielen weg, sagte der Geschäftsführer der Arena-Muttergesellschaft Unitymedia, Parm Sandhu, der Deutschen Presse- Agentur dpa in München. Nach Möglichkeit sollen die Beschäftigten bei Premiere neue Arbeitsplätze finden. Kofler sind Bewerber des einstigen Konkurrenten willkommen. "Wir sind nicht nachtragend", sagte er.

Rote Zahlen
Im zweiten Quartal 2007 steckte Premiere trotz deutlicher Kosteneinsparungen immer noch in den roten Zahlen. Unterm Strich blieb ein Verlust von 32,6 Millionen Euro, nach 138,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging nach vorläufigen Zahlen von April bis Ende Juni um knapp 15 Prozent auf 229,1 Millionen Euro zurück.

Sehr gute Perspektiven
Unitymedia will seinen Anteil von 16,7 Prozent an Premiere vorerst behalten und damit weiterhin größter Einzelaktionär bleiben. Das Bezahlfernsehen habe sehr gute Perspektiven, sagte Sandhu. Finanziell profitiert Unitymedia nach eigenen Angaben deutlich stärker als zunächst erwartet von der Kooperation mit Premiere. Zusätzlich zu den bereits im Februar ausgegebenen 16,4 Millionen Premiere-Stammaktien erhalte Arena eine Sublizenzgebühr in bedeutender Höhe. Die genaue Summe wollte Sandhu nicht nennen.

BoxUnternehmenDeutscheTelekom

Deutsche Telekom begrüßt Kooperation
Die Deutsche Telekom, die die Bundesliga über das Internet gemeinsam mit Premiere zeigt, begrüßte die Kooperation. "Durch die Produktion eines Programms für verschiedene Verbreitungswege können wir künftig unser Angebot deutlich effizienter realisieren", sagte Telekom-Vorstand Timotheus Höttges in Bonn.

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