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Gesamter Vorstand vor der Entlassung

WestLB  

Gesamter Vorstand vor der Entlassung

25.07.2007, 09:14 Uhr | dpa, 25.07.2007, t-online.de

Der gesamte Vorstand der WestLB steht laut einem Zeitungsbericht wegen der Affäre um millionenschwere Verluste aus dem Eigenhandel offenbar vor dem Aus. Bei einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats könne es deswegen für Vorstandschef Thomas Fischer und seine Kollegen "eng werden", berichtete die "Rheinische Post" (Mittwochausgabe) vorab unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld der Düsseldorfer Bank.
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Vorwurf der Falschdarstellung
Dem Vorstand werde demnach vorgeworfen, dem Aufsichtsrat in einem Bericht im Juni 2006 Risiken im Eigenhandel falsch dargestellt zu haben. Dem Vernehmen nach könne Fischer mit sofortiger Wirkung abberufen werden. Die Neubesetzung des Vorstands solle binnen 14 Tagen über die Bühne gehen.

Nachfolger gesucht
Die Zeitung zitierte aus einer Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die im Auftrag der Finanzaufsichtsbehörde Bafin an einem Sonderprüfungsbericht zu den Vorfällen arbeite. Demnach seien bei der WestLB "elementare Informationspflichten" nicht befolgt worden. Aufsichtsratschef Rolf Gerlach hat laut Zeitung den Teilbericht der KPMG seit Freitag auf dem Tisch und ist seit dem Wochenende nach einem Gespräch mit Bafin-Präsident Jochen Sanio auf der Suche nach geeigneten Nachfolgern für den Vorstand.

Verluste bis zu 500 Millionen Euro
Aus den Geschäften mit Aktien von BMW, VW und Metro habe die Bank bereits Verluste von 243 Millionen Euro bestätigt, nach Angaben aus Branchenkreisen könne der Verlust allerdings auch 400 Millionen bis 500 Millionen Euro erreichen, berichtete die Zeitung. Früheren Presseberichten zufolge sollen Börsenhändler der WestLB jahrelang die Schlusskurse der Aktien manipuliert haben, um so auf dem Papier hohe Gewinne zugunsten der Bank zu erzielen und damit ihre Bonuszahlungen zu sichern.

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