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Russen wollen Deutsche Bahn

Bahn-Privatisierung  

Russen wollen Deutsche Bahn

26.07.2007, 10:30 Uhr | ddp/ onWirtschaft, 26.07.2007

Noch ist die Privatisierung der Bahn nicht unter Dach und Fach, schon klopfen die ersten Investoren an die Tür. Mit einem Zeitungsinterview hat sich der russische Staatskonzern JSC Russian Railways als Investor ins Spiel gebracht. Ob das Geschäft in nächster Zeit zustande kommt, darf bezweifelt werden. Unterdessen nimmt der Widerstand von Politikern gegen die Pläne zur Bahn-Privatisierung zu.

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Bahn kann von Russen lernen
Laut einem Bericht der russischen Tageszeitung Vedomosti will sich der russische Konzern an der Deutschen Bahn beteiligen. "Wir würden eine solche Allianz nicht ablehnen", sagt Unternehmensvorstand Sergej Michailow. "Die Deutschen können von uns viel lernen." JSC Russian Railways gehört nach eigenen Angaben zu den größten Eisenbahnkonzernen der Welt und betreibt gegenwärtig ein Netz von 85.500 Bahnkilometern. Der Konzern beschäftigt 1,1 Millionen Mitarbeiter und wird von Wladimir Jakunin, einem Vertrauten von Präsident Wladimir Putin geleitet.

Russen suchen Imagegewinn
Beobachter bezweifeln, dass sich das Engagement der Russen überhaupt wirtschaftlich lohnen würde. So rücken andere Motive in der Vordergrund. In die Deutsche Bahn zu investieren wäre "gut für das russische Image", sagt Börsenanalyst Maxim Schein in der Vedomosti. Ob das Investment in nächster Zeit überhaupt zustande kommt, darf bezweifelt werden. Der Vorstoß der Russen kommt in einem ungünstigen Moment, denn die Bundesregierung plant wichtige Branchen vor dem Zugriff ausländischer Staatsfonds und Konzerne zu entziehen. Dazu zählte bisher vor allem die Rüstungs- und Energiebranche.

Kritik an Bahnplänen wird heftiger
Unterdessen wird die Kritik an den Plänen für die Bahn-Privatisierung immer lauter. Jetzt hat sich Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) zu Wort gemeldet. "Der vorgelegte Entwurf ist für mich in dieser Form nicht zustimmungsfähig", sagte Hirche der Passauer Neuen Presse. "Es ist zu befürchten, dass sich die Bahn auf die lukrativen Strecken konzentriert und auf notwendige Investitionen auf den Nebenstrecken verzichtet." Hirche kritisierte zudem, dass die Bewirtschaftung des Netzes bei dem bisherigen Staatskonzern bleiben soll.

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