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Bundesligarechte: Premiere fordert Verlegung der "Sportschau"

Premiere  

"Sportschau" muss weg

02.08.2007, 20:35 Uhr | dpa/ onWirtschaft 02.08.2007, t-online.de

Premiere-Chef Georg Kofler macht Ernst. Im Streit um die Bundesligarechte 2009/2010 bringt sich Kofler frühzeitig in Stellung und fordert die Abschaffung der "Sportschau" vor 22 Uhr. Der Grund: Der späte Sendetermin könnte Premiere bis zu 1,5 Millionen neue Abonnenten bescheren. Gibt es Fußball im Free-TV künftig nur noch zu später Stunde?
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Premiere-Chef: „Mich stört die 'Sportschau' enorm“
Mit viel Stolz hat sich der Bezahlsender Premiere erst vor kurzem auf der Bühne Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Und mit markigen Sprüchen bringt sich Premiere Chef Kofler frühzeitig für die nächste Verhandlungsrunde um die Fernseh-Rechte für die Saison 2009/2010 in Position. „Es wird interessant sein zu sehen, ob Deutschland die rückständige Struktur beibehält. Dann sind die Erlöschancen weiterhin beschränkt“, sagte Kofler. Damit spielt er auf den Konflikt zwischen Bundesliga im Free- und im Pay-TV an und facht die Diskussion um die „ewige heilige Kuh "Sportschau"“ an. „Mich stört die "Sportschau" enorm. Die "Sportschau" ist ein heftiger Bremsklotz“. Verständnis für Koflers Kritik äußerte ausgerechnet der Fußball Kaiser Franz Beckenbauer. “Knackpunkt ist immer die "Sportschau". Fast ein politisches Thema", sagte Beckenbauer.

45.000 neue Kunden in nur zwei Wochen
Ungeachtet der deutlichen Worte präsentierte Kofler auf der Pressekonferenz positive Unternehmenszahlen. Der Rückkauf der Bundesligarechte von arena, wofür Premiere pro Saison 100 Millionen Euro zahlt, machte sich für den Sender schnell bemerkbar. In nur zwei Wochen seien knapp 45.000 Bundesliga-Abos verkauft worden. Bis Ende August will Premiere sogar 200.000 Bundesliga-Abos draufsatteln. Bis zum Ende des Jahres sollen es 3,75 Millionen eigene Kunden sein, ein Jahr später dann 4,75.

"Sportschau" ab 22 Uhr bringt Premiere bis zu 1,5 Millionen mehr Abos
Doch einem weiteren Wachstum steht die "Sportschau" im Weg. Koflers Kalkulation für den nächsten Verhandlungs-Poker: Durch eine "Sportschau" nicht vor 22.00 Uhr, was die ARD ausschließt, hofft er auf 1 bis 1,5 Millionen neue Abos. Dann könnte man den Rückstand, den die Bundesliga bei den Pay-TV-Einnahmen im Vergleich zu anderen europäischen Spitzenligen hat, verringern. Ob Kofler aber tatsächlich auf der Forderung des vergangenen Bieterverfahrens, als der Zuschlag an den Rivalen arena ging, beharren wird, ließ er offen. Der Platzhirsch Premiere hatte die Bundesliga-Rechte vor anderthalb Jahren in einem spektakulären Wettbieten an den Neuling arena, der 220 Millionen Euro pro Saison zahlt, verloren.

Bundesliga bei T-Online
Allerdings musste arena nach nur einer Saison und hohen Anlaufverlusten die eigene Berichterstattung aufgeben und reichte die Rechte an Premiere weiter. Wem das Gerangel um künftige Sendeplätze zuviel ist, der kann Bundesliga auch bei T-Online erleben - und das bereits 45 Minuten nach Abpfiff der Ligaspiele und somit noch früher, als in der Sportschau.

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