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Neue Vorwürfe gegen Aufsichtsratschef Cromme


Siemens-Affäre  

Neue Vorwürfe gegen Aufsichtsratschef Cromme

03.08.2007, 13:26 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Siemens hat einen Pressebericht zurückgewiesen, wonach die Konzernspitze einschließlich des heutigen Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme frühzeitige Hinweise über Verdachtsmomente auf unsaubere Zahlungen nicht ernst genug genommen haben soll. "Diese Behauptung ist falsch", teilte das Unternehmen in München mit. Siemens habe sich bereits im Geschäftsbericht 2006 und Anfang Januar 2007 ausführlich zu diesem Vorgang geäußert.

Brief an die Siemens-Chefetage
Wusste der heutige Chef des Siemens-Aufsichtsrats mehr über die schwarzen Kassen, als er zugibt? Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, Cromme sei in seiner Funktion als Leiter des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates bereits im Januar 2006 vom damaligen Anti-Korruptionsbeauftragten Albrecht Schäfer über dubiose Zahlungen eines griechischen Siemens-Managers in der Schweiz in Höhe von 37 Millionen Euro ins Bild gesetzt worden. Laut Cromme soll der Ausschuss aber erst im November 2006 von den Verdachtsmomenten erfahren haben. Laut "SZ" sei diesen zunächst nur nicht energisch genug nachgegangen worden.



Cromme leitete damals den Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss sei tatsächlich im Januar 2006 erstmals über Ermittlungen der Schweizer Behörden im Zusammenhang mit verdächtigen Geldbewegungen auf Konten in Genf informiert worden, teilte Siemens weiter mit. Zu dieser Zeit habe der Konzern aber noch keine Einsicht in die Ermittlungsakten gehabt, sondern lediglich erste Informationen über beschlagnahmte Konten eines Treuhänders bei einer Bank in der Schweiz.

Siemens weist Bericht über frühere Kenntnis Crommes zurück
Zu dieser Zeit seien bereits interne Untersuchungen in die Wege geleitet worden. "Das Gremium und Dr. Cromme mussten davon ausgehen, dass hierauf durch den Vorstand und die verantwortlichen Fachabteilungen die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet würden." Es seien keine Hinweise dafür gefunden wurden, "dass der Prüfungsausschuss auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen seine Aufgaben nicht erfüllt hat".

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