Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

WestLB sucht Retter


Bankenkrise  

WestLB sucht Retter

27.08.2007, 11:05 Uhr | dpa, t-online.de

Die Verluste der WestLB aus den im Eigenhandel der Bank betriebenen Spekulationsgeschäften mit Stamm- und Vorzugsaktien deutscher Unternehmen sollen weiter gestiegen sein. Wie Finanzkreise gegenüber der "Berliner Zeitung" berichten, lägen sie mittlerweile bei mehr als 500 Millionen Euro. Die Bank war zu einer Stellungnahme nicht bereit und verwies auf Halbjahresdaten, die am 30. August veröffentlicht werden.



Ex-Bankchef stürzt über Finanzaffäre
Bislang hatte die Bank Verluste aus Fehlspekulationen in Höhe von 243 Millionen Euro (Stand Ende April) eingeräumt. Im Zusammenhang mit dieser Finanzaffäre hatte Ex-Bankchef Thomas Fischer seinen Posten räumen müssen. Der neue Vorstandsvorsitzende Alexander Stuhlmann hatte erst kürzlich betont, dass die WestLB alle Spekulationsverluste wie auch den eventuell  aus dem Engagement der Bank auf dem US-Hypothekenmarkt fällig werdenden Liquiditätsbedarf aus eigener Kraft schultern könne. Bereits Mitte August hatte die Bank eingeräumt, dass sie mit einem Betrag von insgesamt 1,25 Milliarden Euro im sogenannten Subprime-Markt mit zweitklassigen US-Hypothekendarlehen investiert sei.

Sondertreffen zur Konsolidierung
Als Miteigentümer der WestLB spricht sich der Sparkassen-Verband Rheinland für eine Fusionsdebatte aus. Auf einem Sondertreffen an diesem Montag steht die zu erwartende Konsolidierung unter den Landesbanken auf der Tagesordnung. Dabei soll eine Fusion der Düsseldorfer WestLB mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zum bevorzugten Variante erklärt werden. Zudem soll die rasche Aufnahme offizieller Fusions-Verhandlungen angestrebt werden.

Commerzbank mit Interesse an WestLB-Paket
Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" soll auch Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller großes Interesse an dem im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) befindlichen Aktienanteil der Landesbank zeigen. Der NRW-Ministerpräsident räume dieser Privatisierungsvariante den Vorrang vor einem Verkauf an die Landesbank Baden-Württemberg ein, so das Magazin unter Berufung auf Regierungskreise.

Verkauf der Sachsen LB
Erst am Wochenende verlor die wegen ihrer Hypothekengeschäfte in den USA in Finanznöte geratene Landesbank Sachsen (Sachsen LB/Leipzig) ihre Unabhängigkeit und wurde an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) veräußert. Die LBBW übernimmt die Sachsen LB zum 1. Januar 2008. Die Inhaber der beiden Institute unterzeichneten dazu in Stuttgart eine Grundlagenvereinbarung. Zudem stelle die Stuttgarter Bank 250 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung, um Liquiditätsengpässe bei der Sachsen LB zu vermeiden.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal