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LBBW für Fusion mit WestLB gerüstet

Banken  

LBBW für Fusion mit WestLB gerüstet

28.08.2007, 17:23 Uhr | dpa-AFX / onWirtschaft, 27.08.2007, t-online.de

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sieht sich dank starker Halbjahreszahlen für die Fusion mit der WestLB gerüstet. Als größte deutsche Landesbank stehe für die LBBW eine weitere Konsolidierung der Bankenlandschaft im Fokus, sagte Vorstandschef Siegfried Jaschinski im Rahmen der Präsentation der Zahlen. Die LBBW werde an den Plänen für ein Zusammengehen mit der Düsseldorfer Landesbank weiter konstruktiv mitarbeiten. Von der Übernahme der Sachsen LB verspricht sich der Manager eine stärkere Vernetzung der beiden Bankenstandorte und eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses.

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Klarstellung der Sachsen-LB-Frage
Die Landesbank stellte in diesem Zusammenhang noch einmal klar, dass es sich nicht um eine Fusion handelt. "Daran kann es gar keinen Zweifel geben", sagte ein Sprecher der LBBW. In der offiziellen Mitteilung der LBBW heißt es klar und deutlich: "Die Landesbank Baden-Württemberg übernimmt zum 1. Januar 2008 die Sachsen LB." Und weiter: "Innerhalb der LBBW-Gruppe wird die Sachsen LB künftig in Form eines Mutter-Tochter-Modells geführt." Zu Irritationen war es gekommen, weil Politiker in ihren Mitteilungen von einer Fusion gesprochen hatten.

Liebäugeln mit der West LB
Anders verhält es sich beim angestrebten Zusammengehen der LBBW mit der WestLB. Hier haben die Baden-Württemberger eine Fusion im Auge. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der LBBW, Peter Schneider, sagt mit Blick auf die WestLB: "Das Ziel ist ganz klar die Fusion." Ein Mutter-Tochter-Modell verbietet sich nach Schneider Worten wegen der "Wertigkeit" von Nordrhein-Westfalen als größtem Bundesland. "Bei Fusionen spricht man mit dem Partner auf gleicher Augenhöhe", verdeutlicht ein Stuttgarter Sparkassen-Sprecher die derzeit unterbrochenen Gespräche zwischen Stuttgart und Düsseldorf.'

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Rüttgers gegen die Fusion
Während die Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen, die die Mehrheit an der Landesbank halten, mit Hochdruck an einem Zusammenschluss WestLB-LBBW arbeiten, lehnt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Konstruktion vehement ab und fordert eine andere Lösung. Die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen hingegen drängen als Mehrheitseigentümer der WestLB auf eine schnelle Fusion. Einen Tag nach dem Sparkassenverband Rheinland hat sich am Dienstag (28.08) auch der Sparkassenverband Westfalen für eine Fusion ausgesprochen. Damit erhöhen die beiden Sparkassenverbände den Druck auf die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, die massive Arbeitsplatzverluste befürchtet.

Gut gefüllte Kriegskasse
Zur Verwirklichung ihrer Pläne braucht die Bank vor allem frisches Kapital und kann sich deshalb über gute Quartalszahlen freuen. Im ersten Halbjahr baute die LBBW den Konzernüberschuss vor Steuern um knapp elf Prozent auf 571 Millionen Euro aus. Das Nachsteuerergebnis legte laut Jaschinski im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um fast 22 Prozent auf 473 Millionen Euro zu. Die Bilanzsumme der größten deutschen Landesbank stieg um sieben Prozent auf 458 Milliarden Euro.

Kein konkreter Ausblick
Der LBBW-Chef betonte dabei, die Stuttgarter Landesbank sei nur am Rande von der Krise am US-Immobilienmarkt betroffen. Im so genannten Subprime-Segment sei die Landesbank nicht direkt engagiert und der Anteil am Geschäftsvolumen minimal. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr lehnte Jaschinski jedoch ab: "Aufgrund der aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie der anstehenden Konsolidierung in der Landesbankenlandschaft ist zum jetzigen Zeitpunkt eine Prognose über die Ergebnisentwicklung mit Unsicherheiten behaftet", teilte der Vorstandsvorsitzende mit. Ziel bleibe jedoch, nachhaltig operativ zu wachsen.

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