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Touristikkonzern TUI: US-Finanzinvestor sagt Michael Frenzel den Kampf an

Touristikkonzern  

US-Finanzinvestor sagt TUI-Vorstand den Kampf an

28.09.2007, 11:50 Uhr | dpa / onWirtschaft, 28.09.2007, t-online.de

Der amerikanische Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte ist beim Touristik- und Logistikkonzern TUI eingestiegen und verlangt jetzt die Absetzung des Konzernchefs Michael Frenzel. „Ich komme nicht zu einem Freundschaftsbesuch. Frenzel muss gehen", sagte Wyser-Pratte dem „Handelsblatt“. Der Investor hat ein Prozent der TUI-Aktien erworben und dafür 40 Millionen Euro bezahlt. Die TUI-Aktie reagiert positiv und legt am Morgen fast fünf Prozent zu.

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Vorwurf: "Massives Missmanagement"
Als Grund für seine Investition nannte er im Gespräch mit dem Handelsblatt "massives Missmanagement" durch Frenzel. Der TUI-Chef steht seit Jahren in der Kritik. Er hatte den Industriekonzern Preussag zum Touristik- und Logistikkonzern TUI umgebaut. Der geschäftliche Erfolg blieb aber aus; ausgegliederte Töchter wie der Stahlkonzern Salzgitter sind heute mehr wert als die einstige Mutter. Der TUI-Aktienkurs dümpelt vor sich hin.

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Hoffen auf die nächste Hauptversammlung
Die Bewertung dürfte einer der Beweggründe für Wyser-Pratte gewesen sein, bei TUI einzusteigen. Das Vorgehen des US-Amerikaners ist Beobachtern zufolge immer das gleiche: Er kauft sich bei einem niedrigen Aktienkurs mit einer kleinen Beteiligung ein, verbündet sich mit anderen Minderheitsaktionären, setzt gemeinsam mit ihnen das Management unter Druck und fordert einen Unternehmensumbau. So geschehen in jüngster Zeit beim Industriekonzern KUKA (früher IWKA), beim Handyzulieferer Balda, beim Bahntechnik-Konzern Vossloh und dem Fotolabor-Betreiber Cewe Color .

Wyser-Pratte und Frenzel verfeindet
TUI ist der erste DAX-Konzern, den der Amerikaner angreift. Wyser-Pratte und Frenzel sind laut "Handelsblatt" miteinander verfeindet, seit der Amerikaner mehr als 20 Millionen Euro mit einer Investition beim Maschinenbauer Babcock Borsig verloren hat. Wyser-Pratte habe TUI damals vorgeworfen, marode Unternehmensteile an Babcock übertragen zu haben, schreibt die Zeitung. Babcock meldete 2002 Insolvenz an.

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