Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Rohstoffe >

KTG Agrar AG: Erster deutscher Agrarbetrieb geht an die Börse


IPO  

Bauer geht an die Börse

16.11.2007, 16:42 Uhr | dpa / T-Online

Traktor auf dem Feld (Foto: dpa)Traktor auf dem Feld (Foto: dpa) Es war ein vielbeachtetes Debüt auf dem Frankfurter Börsenparkett. Mit der Hamburger KTG Agrar AG ging am 15. November der erste deutsche Bauer an die Börse. Der Börsengang des Agrarbetriebs war schon im Vorfeld bei institutionellen und privaten Anleger auf großes Interesse gestoßen und die Aktie um ein Vielfaches überzeichnet. Doch gleich nach Handelsbeginn sackte der Kurs unter den Ausgabepreis.#

10 Tipps - So sparen Sie Benzin
Übersicht -
Testen Sie Ihr Wissen - Rohstoff-Quiz

Traktor vor der altehrwürdigen Frankfurter Börse
Das Unternehmen, das zum Börsenstart mit einem Traktor vor der altehrwürdigen Frankfurter Börse vorgefahren kam, sieht sich mit einer Anbaufläche von mehr als 14.000 Hektar als einer der führenden deutschen Biobauern. Mit gut 100 Mitarbeitern erwirtschaftete KTG im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,3 Millionen Euro. Neben Bioprodukten erzeugt das Unternehmen aber auch Produkte in der konventionellen Landwirtschaft und erzeugt Biogas.



Kurs fällt unter Emissionspreis
Der Start der Aktie fiel unterdessen durchwachsen aus. Zu Handelsbeginn notierten die Aktien der KTG Agrar in Frankfurt noch mit 17,63 Euro mit einem Plus von 0,7 Prozent im Plus verglichen zum Ausgabepreis. Doch schon kurze Zeit später rutschte der Kurs deutlich unter den Emissionspreis.

Unterschiedliche Bewertungen
Entsprechend unterschiedlich fallen die Bewertungen von Marktbeobachtern aus. Ein Händler stufte die Erzeugung von Nahrungsmitteln und Bioenergie als "geschickte gewählte Mischung" ein. "Alle setzten derzeit vorwiegend auf Biodiesel - da kann man mit Nahrungsmittel-Getreide wieder punkten", sagte der Börsianer. Unsicherheiten durch die Abhängigkeit vom Wetter und auch von Pachtverträgen seien allerdings zu bedenken. Nur 15 Prozent der Fläche gehört KTG, der Rest ist gepachtet. Andere Händler sprachen andere von einem "künstlichen Agrar-Hype", bei dem es lediglich um das Einsammeln von Subventionen gehe.

KTG kann 32 Millionen Euro einsammeln
Doch trotz der Begleitmusik und der durchwachsenen Kursentwicklung konnte KTG durch den Börsengang immerhin 32 Millionen Euro einsammeln. Das Kapital will Firmenchef Siegfried Hofreiter vor allem in den Kauf neuer Anbauflächen für Getreide, Mais und Raps investieren. Überdies plant er den Kauf weiterer Agrarbetriebe. Wegen der wachsenden Nachfrage nach erneuerbarer Energie soll auch das Geschäft mit Biogas ausgebaut werden.

Mehr zum Thema:
Ratgeber - Rohstoff-Zertifikate
Foto-Show - Kaffee: schwarzes Gold

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal