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Hohe Strafen wegen zu viel erzeugter Milch


Kartellverfahren  

Hohe Strafen wegen zu viel erzeugter Milch

18.10.2007, 19:20 Uhr | AFP / bab , t-online.de

Wirtschaft ad absurdum: während sich Verbraucher über explodierende Preise für Milch und Butter beschweren, müssen die Bauern europaweit immer noch Strafen für zu hohe Produktionsmengen zahlen. Schuld daran ist die so genannte Milchquote, mit in der Europäischen Union seit 1984 die Produktion geregelt wird.



Deutschland nur knapp über der Grenze
Die deutschen Landwirte als die wichtigsten Milcherzeuger der EU brachten in dem am 31. März zu Ende gegangenen Wirtschaftsjahr knapp 28 Millionen Tonnen zur Molkerei. Das waren gut 200.000 Tonnen mehr als mit der deutschen Quote vorgesehen. Frankreich als zweitwichtigster Erzeuger blieb dagegen mit 23,4 Millionen Tonnen um etwa 2,6 Prozent unter der nationalen Milchquote. Insgesamt wurden in der EU 137 Millionen Tonnen Milch angeliefert. Die Summe der auf fast 810.000 Betriebe aufgeteilten Milchquoten wurde damit um 0,6 Prozent überschritten.

Gesamtstrafe von 228 Millionen Euro
Die Strafen für die deutschen Höfe fallen wegen einer nur geringen Überschreitung ihrer Milchquoten mit knapp 2,5 Millionen Euro vergleichsweise gering aus, wie aus neuesten Zahlen der EU-Kommission hervorgeht. Die größten "Quotensünder" waren wieder die Erzeuger in Italien, die für das Milchwirtschaftsjahr 2006/07 allein Strafen von 176 Millionen Euro zahlen müssen. Auf die Betriebe in Österreich kommen fast 25 Millionen Euro Abgaben zu. Insgesamt belaufen sich die Strafen damit auf 221 Millionen Euro.

Quote wird nicht erhöht
Offen bleibt, warum die EU anders als beim Getreide die Quoten für das laufende Jahr nicht angepasst hat. Angesichts leerer Lager und steigender Preise wird in der Landwirtschaft die Flächenstilllegung zum großen Teil aufgehoben. Im Bereich der Milchprodukte herrscht zwar kein direkter Notstand, doch Milch verarbeitende Unternehmen nannten als Hauptgrund für die Erhöhung eine Verknappung der Rohstoffe auf dem Weltmarkt. Dürreperioden in Australien und Ozeanien hätten zu einem starken Rückgang der dortigen Milchproduktion geführt. In Deutschland hat sich die Witterung offenbar ebenfalls bemerkbar gemacht. Wegen des trockenen Frühjahrs hat die Rohmilch in diesem Jahr einen geringeren Fettanteil.

Mehr zum Thema:
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